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Tobias Hans
CDU

Frage an Tobias Hans von Thfgni Zrvre bezüglich Gesundheit

28. Oktober 2020 - 13:29

Sehr geehrter Herr Hans,

Gesundheitsminister Spahn ist zu Hause, er ist an Covid-19 erkrankt. https://www.n-tv.de/politik/Spahn-meldet-sich-aus-der-Quarantaene-article22123056.html. Zugleich ist er laut einer Umfage der Funke Medien favorisierter CDU-Chef https://www.spiegel.de/politik/deutschland/jens-spahn-wird-laut-umfrage-als-cdu-chef-favorisiert-a-3f96447a-f38b-4173-ba92-e9e792cf8494
Wenn nicht einmal der für den Gesundheitsschutz der Bürger verantwortliche Bundesgesundheitsminister vor einer Covid -19 Infektion durch die Gesundheitspolitik geschützt werden kann, wie wollen Sie dann einen einzelnen, unbedeutenden Bürger mit Ihrer Pandemiestrategie schützen?

Betrachten Sie die Erkrankung von Jens Spahn als Kapitulationserklärung der deutschen Pandemiestrategie/-politik vor den Wählern, wie sie symbolhafter nicht sein könnte, sozusagen als Zeichen an die Bürger?
Wie viele Wähler vertrauen noch auf Mahnungen und/oder Versprechungen von Politikern, wäre es denn nicht richtiger, sämtliche Covid-19 Massnahmen abzuschaffen, angesichts der offensichtlichen und geradezu symbolhaften Wirkungslosigkeit derselbigen?

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Gustav Meier

Frage von Thfgni Zrvre
Antwort von Tobias Hans
16. November 2020 - 10:32
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen 4 Tage

Sehr geehrter Herr Meier,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Erkrankung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, die glücklicherweise nur mit milden Symptomen und ohne Komplikationen verlaufen ist, hat gezeigt, dass eine solche Infektion mit dem Coronavirus auch bei Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygieneregeln nicht ausgeschlossen ist. Gerade das ist die heimtückische Seite dieses Virus, das jeden von uns treffen kann.

Und deswegen sind all die Maßnahmen, die von Bund und Ländern in regelmäßiger Absprache beschlossen und von den Landesregierungen umgesetzt werden, auch notwendig. Dass sie Wirkung zeigen, hat uns die drastische Reduzierung der Fallzahlen in den Monaten April und Mai gezeigt.

Doch gerade in den vergangenen Wochen ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus inzwischen in nahezu allen Regionen Deutschlands wieder mit exponentieller Dynamik angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass bereits in zahlreichen Gesundheitsämtern eine vollständige Kontaktnachverfolgung nicht mehr gewährleistet werden konnte, was wiederum zu einer beschleunigten Ausbreitung des Virus beigetragen hat. Deshalb war uns ist es auch weiterhin erforderlich, durch eine erhebliche Reduzierung der Kontakte in der Bevölkerung insgesamt das Infektionsgeschehen aufzuhalten. Sämtliche aktuell ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie dienen dazu, ältere, kranke und besonders gefährdete Menschen zu schützen.

Ziel von Bund und Ländern ist es, zügig die Infektionsdynamik zu unterbrechen. Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen von uns an.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund