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Thorsten Frei
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Frage von Marc S. •

Warum versucht die CDU mit verschiedenen Ideen das Bürgergeld zu senken? Laut Urteil vom Bundesverfassungsgericht war der Satz damals zu gering und wurde erhöht.

Sehr geehrter Herr Frei,

ich beziehe mich auf die Aussage von Herrn Spahn, dass man den Regelsatz kürzen könnte um damit die Gesundheitskosten zu decken.
„Es wäre ja keine Kürzung, da das Geld den Empfängern zu Gute kommt“.
Wo soll das Geld dann noch eingespart werden?
Bei den nicht gedeckten Stromkosten? Lebensmittel, etc…

Und jetzt, wie die Bild berichtete die Idee, den Mobilitätsanteil in ein Deutschlandticket umzuwandeln.
Was ist mit Leuten, die das Geld nutzen um ein Auto zu finanzieren, weil sie gesundheitlich drauf angewiesen sind?
Oder Leute, die im Ländlichen Statt des oft nicht vorhandenen ÖPNVs, damit z.B. mit dem Taxi zum Arzt fahren?

Es gibt, wie am 27.5.26 berichtet wurde, immer mehr Superreiche.
Warum geht man nicht an die ran, statt den Ärmsten noch mehr in die Armut zu treiben?

Mit freundlichen Grüßen

Marc S.

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr S.,

ich kann grundsätzlich nachvollziehen, dass die Debatte über das Bürgergeld emotional geführt wird, weil sie den Alltag vieler Menschen unmittelbar betrifft. Zunächst ist mir dabei besonders wichtig: Es geht nicht darum, Menschen in Not die Unterstützung zu entziehen. Das Bürgergeld soll weiter helfen, wenn jemand auf Hilfe angewiesen ist. Gleichzeitig müssen wir aber dafür sorgen, dass das System fair und finanzierbar bleibt und Arbeit sich wieder stärker lohnt. Klar ist aber auch: Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder in Regionen ohne ausreichenden ÖPNV dürfen dabei nicht benachteiligt werden. Für solche Fälle müssen Ausnahmen und praktikable Lösungen vorgesehen werden. Dass manche jetzt lieber über höhere Steuern für sehr Reiche sprechen, ist politisch diskutabel. Ich halte es jedoch für den besseren Weg, Ausgaben zu ordnen, Fehlanreize abzubauen und die wirtschaftliche Leistungskraft zu stärken, statt neue Belastungen zu schaffen. Fakt ist, dass die Ausgaben für Soziales trotz stark alternder Bevölkerung immer weiter steigen. Hier müssen wir ansetzen, da sonst keine Zukunftsinvestitionen mehr möglich sein werden.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Frei

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