Sehr geehrter Herr Frei, Sie befürworten bereits Krypto-Kapitalertragssteuern. Warum legen Sie sich vor dem Entwurf fest und wie begründen Sie die Ungleichbehandlung zu weiterhin steuerfreiem Gold?
Als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer wissen Sie jedoch, dass die politischen Leitlinien der Fraktionen in den aktuellen Haushaltsvorverhandlungen festgelegt werden – lange bevor das Ministerium einen Referentenentwurf formuliert. Wenn ein Entwurf erst vorliegt, sind die Kernpunkte meist politisch zementiert. Es geht hier nicht um handwerkliche Details, sondern um Ihre am 07.07. geäußerte grundsätzliche Auffassung, dass Krypto fortan wie ein Kapitalertrag besteuert werden sollte. Mit welchen konkreten roten Linien und Vorgaben geht die Unionsfraktion bezüglich der steuerlichen Gleichbehandlung von digitalen und physischen Sachwerten (wie Gold) in diese entscheidenden Vorverhandlungen? Warten Sie bloß passiv ab, was das Ministerium vorschlägt, oder setzen Sie sich schon jetzt aktiv für den Schutz langfristiger privater Sparer ein? Als Bürger erwarte ich von Ihnen eine proaktive politische Führung und keine nachträgliche Verwaltung von Ministeriumsentwürfen.

