Warum müssen Patienten erst durch Folgeerkrankungen wie Diabetes „kranker werden“, um eine Kostenübernahme für GLP-1-Rezeptoragonisten (Abnehmspritzen) zu erhalten?
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Machalet,
ich wende mich mit einer drängenden Frage an Sie: Warum werden GLP-1-Rezeptoragonisten (Wegovy, Ozempic, etc.) bei Adipositas nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen? Aktuell scheint eine Kostenübernahme erst möglich, wenn Folgeerkrankungen wie Diabetes bereits manifest sind.
Dieses Vorgehen ist aus meiner Sicht ineffizient und sozial ungerecht. Es mutet absurd an, erst das Eintreten schwerer Folgeschäden abzuwarten, anstatt die Ursache, die chronische Krankheit Adipositas, zu behandeln. Zudem entsteht so eine Zweiklassenmedizin: Nur Wohlhabende können sich die wirksame Therapie leisten, während viele Betroffene trotz medizinischer Indikation leer ausgehen.
Wie bewerten Sie diese soziale Ungerechtigkeit? Plant die Politik eine Aufnahme in den Leistungskatalog, um diese Präventionslücke zu schließen?
Über eine Antwort & Ihre Einschätzung als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses würde ich mich freuen.
Freundliche Grüße

