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Frage von F. H. •

Was ist Ihr Eindruck von der Bilanz der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz mit "Alibicharakter" (c) laut kompetenter Einschätzung von R. Fücks im Deutschlandfunk?

Was ist Ihr Eindruck von der Bilanz der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz mit "Alibicharakter" (c) laut kompetenter Einschätzung von R. Fücks im Deutschlandfunk? Was bedeutet für den zeitenwendenresisten Kanzler der Wiederaufbau, während der Krieg doch noch gar nicht gewonnen worden ist, der Kanzler das nicht einmal als Zielutopie ausbuchstabieren konnte und kann, u. a. 2022 die beeindruckende ukrainische Gegenoffensive mit 5000 symbolträchtigen Helmen aus Deutschland, Beschwichtigungsformeln und Besonnenheitsparolen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Mützenich ausgebremst worden war und täglich weiter zerstört wird?

Quelle:

DLF: Ukraine-Konferenz - Grünen-Vordenker Fücks: Reden über Wiederaufbau mit „gewissem Alibicharakter“

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Antwort von
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Sehr geehrter Herr H.,

ich werde in diesen Tagen häufig gefragt, warum wir jetzt - während Russland die Ukraine weiterhin angreift - zu einer Wiederaufbau-Konferenz nach Berlin eingeladen haben. Als ich vor kurzem in der Ukraine war, konnte ich erneut erleben, warum die Ukraine sich schon jetzt und immer wieder aufbauen muss. Die Menschen wollen schlicht weiter in ihrer Heimat leben und brauchen dafür Strom, eine funktionierende Wasserversorgung und ein Dach über dem Kopf. Außerdem passt die Ukraine den Wiederaufbau an die Gegebenheiten vor Ort an. Die Ukraine hat da gar keine Wahl. Sie kann nicht warten, bis der Krieg endet. Die Wiederaufbau-Konferenz hat keinen Alibicharakter. Die Wiederaufbau-Konferenz ist wichtig. Die Ukraine braucht eine starke Wirtschaft, um den Krieg zu überstehen und das, was zerstört wurde, wiederaufzubauen. Es ist ein wichtiges Signal, dass so viele Mitstreiter in dieser Woche die SME Resilience Alliance for Ukraine ins Leben gerufen haben.

Natürlich ist gleichzeitig auch die militärische Unterstützung wichtig. Und es ist Deutschland, das die Ukraine militärisch und beim Wiederaufbau nach den USA am stärksten unterstützt. Wir tun das gemeinsam mit unseren internationalen Partnern in der EU, der NATO und der G7. Nationale Alleingänge lehnen wir ab. Der ukrainische Präsident hat sich erst diese Woche im Bundestag bei Deutschland für die Unterstützung seines Landes bedankt. Deutschland wird mit seinen Partnern in der Nato und Europa einen langen Atem beweisen. Wir müssen die Zeitenwende europäisch denken - nur gemeinsam haben wir die Ressourcen, um Frieden in Europa nachhaltig zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen
Svenja Schulze

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