Sehr geehrter Herr MdB Lehmann, sind Sie in Ihrem Kölner Wahlkreis an den Planungen politisch beteiligt, den Drogen-Hotspot "Neumarkt" in den Perlengraben zu verlegen - mit Schulen & Kindergärten ?
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/sven-lehmann/fragen-antworten/sehr-geehrter-herr-mdb-lehmann-wie-konnte-sich-in-ihrem-pers-wahlkreis-koeln-ii-ein-widerwaertiger
..."Im August 2025 haben wir daher im Hauptausschuss beantragt, den Drogenkonsumraum am Neumarkt zu verlegen..."
Können Sie die Sorgen & Nöte der Bürger (insbes. mit Kindern) am Perlengraben nachvollziehen, Herr MdB Lehmann ?
MfG
Michael P.
Vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrem Anliegen an mich wenden. Wir verstehen gut, dass ein Vorhaben wie ein Suchthilfezentrum im direkten Umfeld Fragen und auch Sorgen auslösen kann.
Uns ist wichtig: Es geht nicht darum, Probleme „zu verlagern“ oder die Belastung für ein Viertel zu erhöhen. Ein gut geplantes Suchthilfezentrum soll vielmehr Hilfe bündeln, Menschen schneller in Unterstützung bringen und dadurch auch den öffentlichen Raum entlasten, aber nur, wenn klare Voraussetzungen erfüllt sind.
Deshalb werden im politischen Beschluss verbindlich festgelegt:
* Gesicherte Finanzierung durch die Stadt (ergänzt durch weitere Fördernde).
* Ein verpflichtendes Sicherheits- und Ordnungskonzept der Stadt als zentrale Bedingung. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit Polizei, Ordnungsdienst und Trägern; seitens der Polizei gibt es ergänzende Zusagen und bereits jetzt verstärkte Präsenz.
* Ausreichend Personal: Ohne genügend qualifizierte Fachkräfte kann das Zentrum nicht starten.
Das geplante Suchthilfezentrum ist Teil eines umfassenden Gesamtkonzepts der Stadt Köln, das darauf abzielt, suchtkranken Menschen gezielt Hilfe anzubieten und zugleich den Konsum im öffentlichen Raum zu reduzieren. Die Standortentscheidung wurde von der städtischen Verwaltung auf Grundlage fachlicher Kriterien getroffen. Weitere Angebote der Suchthilfe im Stadtgebiet sind vorgesehen; in Kalk wird aktuell ein neuer Drogenkonsumraum eröffnet - noch kein Suchthilfezentrum, aber ein wichtiger Baustein. Ebenso ist der Ausbau von Notschlafplätzen und Unterkünften für wohnungslose Menschen dringend erforderlich. Daran arbeiten die Kommunalpolitier*innen auch weiter, um geeignete Standorte zu finden sind.
Als Bundestagsabgeordneter bin ich nicht an der konkreten Standortentscheidung beteiligt. Diese obliegt der Kölner Stadtverwaltung. Es ist aus meiner Sicht jedoch wichtig, dass die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere von Familien, sorgfältig geprüft und in die Entscheidungen einbezogen werden sollen.

