Bitte um Klarstellung zur unterschiedlichen Bewertung von Verboten und Regulierung
Sehr geehrter Herr Brandner,
mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass die AfD in gesellschaftspolitischen Fragen – etwa beim Thema Sexkauf – durchaus progressive Positionen vertritt. In dem von Ihnen verlinkten Text in der dazugehörigen Antwort wird betont, dass Verbote Märkte in die Illegalität drängen und staatliche Kontrolle erschweren.
Daher stellt sich mir die Frage, warum diese Logik nicht auch auf Cannabis angewendet wird. Aktuelle Evaluationsdaten zeigen, dass die Legalisierung weder den Jugendkonsum steigen lässt noch die Gefahren im Straßenverkehr erhöht und dass regulierte Märkte bessere Kontrollmöglichkeiten bieten.
In Deutschland konsumieren rund acht Millionen Menschen Cannabis, darunter viele, die der AfD politisch nahestehen, sich jedoch aufgrund der Gefahr erneuter Kriminalisierung von einer Wahlentscheidung zugunsten Ihrer Partei abhalten lassen.
Wie könnte ein offenerer Umgang der AfD mit diesem Thema helfen, diese Wählergruppe nicht zu verlieren?
Mfg Ralf
