Welche wirtschaftsstrategischen Folgen hat die dauerhafte Handelsabkopplung von Russland für den deutschen Industriestandort?
Sehr geehrter Herr Kotré,
in der aktuellen außenpolitischen Debatte wird eine wirtschaftliche Normalisierung der Beziehungen zu Russland kategorisch ausgeschlossen. Gleichzeitig weisen aktuelle Analysen auf die Gefahren einer Deindustrialisierung durch Handelsabkopplung und hohe Energiekosten hin (siehe IW-Kurzbericht Nr. 27/2026: https://www.iwkoeln.de/studien/michael-groemling-deindustrialisierung-durch-fortschreitende-handelsabkopplung.html). Zudem hat Russland seine Handelsbeziehungen durch langfristige Abkommen mit den BRICS-Staaten verstärkt nach Asien orientiert.
Vor diesem Hintergrund meine Fragen an Ihre Fraktion:
1. Wie bewertet Ihre Fraktion das Risiko, dass Russland aufgrund der veränderten globalen Handelsströme dauerhaft kein Interesse mehr am deutschen Markt hat?
2. Welche konkreten wirtschaftsstrategischen Alternativen sieht Ihre Fraktion, um die industrielle Substanz Deutschlands vor den Folgen dieser Handelsabkopplung zu schützen?

