Wie verhindert die Linke, dass die geplante Streichung der 100-TEUR-Grenze beim Elternunterhalt zu einer weiteren Verschiebung der Pflegekosten auf arbeitende Familien führt?
Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
die CDU schlägt im Pflegeneuordnungsgesetz vor, die 100.000-Euro-Grenze des Angehörigenentlastungsgesetzes zu streichen. Damit werden Pflegekosten erneut auf Lohnabhängige verschoben, während Vermögen und Kapitaleinkommen unbehelligt bleiben.
Hinzu kommt: Werden Eltern jung pflegebedürftig, müssen ihre Kinder über zwei bis drei Jahrzehnte zahlen – ohne Übergangsregelung, ohne Rücksicht auf Kredite, ohne Härtefälle. Belastet werden arbeitende Familien, statt die Pflege solidarisch zu finanzieren.
Befreiungstatbestände bei Pflichtverletzung oder Notlage fehlen. Pflegende Angehörige würden doppelt belastet.
Ich bitte Sie, sich gegen eine vorschnelle Streichung und für eine echte Pflegevollversicherung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen

