Weshalb stellen Sie sich gegen die Aufnahme von schwer kranken Kindern aus Gaza? Viele Städte haben sich dazu bereit erklärt. Weshalb handelt der Staat nicht humanitärer?
Interview mit Ihnen
Sehr geehrte Frau K.,
Sie beziehen sich auf meine Aussagen im Kölner Stadt-Anzeiger aus dem vergangenen Jahr zur Flüchtlingspolitik und der Lage in Gaza. Wie ich damals bereits betonte, ist mir die wirksame Hilfe für Menschen in akuter Not ein tiefes persönliches Anliegen. Meine Kritik richtete sich dabei keineswegs gegen die humanitäre Unterstützung an sich, sondern gegen politische Symbolik, die den effektivsten Weg – nämlich die Hilfe direkt in der Region – aus den Augen verliert. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass wir Hilfe dort leisten müssen, wo sie am schnellsten und nachhaltigsten ankommt.
Als CDU-geführte Bundesregierung setzen wir genau hier an und unterstützen die Menschen vor Ort massiv durch die Finanzierung von Feldkrankenhäusern, medizinischen Teams und lebensnotwendigen Gütern. Da Deutschland keinen direkten Einfluss auf die Patientenauswahl für Evakuierungen hat, arbeiten wir eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen, die diese schwierigen Prozesse koordiniert. Unser Fokus als Union liegt klar auf einer geordneten humanitären Hilfe, die den Menschen in der Krisenregion echte Perspektiven bietet.
Mit freundlichen Grüßen
Serap Güler

