Wenn Strom in Deutschland im Überschuss ist, warum wird öffentliches Schnellladen dann nicht kostenfrei?
Sehr geehrte Frau Nanni,
immer wenn zu viel Wind- oder Solarstrom im Netz ist, sinkt der Börsenpreis unter null. Das heißt: Der Abnehmer bekommt Geld dafür, dass er die Kilowattstunde nimmt. Statt diesen Überschuss in das teuerste, flexibelste Speichermedium zu schicken — die E-Auto-Batterie — wird er abgeregelt. Windräder werden ausgebremst, Solarparks gedrosselt. Die Rechnung dafür zahlen alle Stromkunden über die Netzentgelte.
Vorschlag: Wenn der Day-Ahead-Preis negativ ist, ruhen Steuern und preisunabhängige Aufschläge auf öffentliches Schnellladen automatisch — das Netzentgelt wird aus dem negativen Großhandelserlös über ein Verrechnungskonto gedeckt. Keine Subvention, kein Fördertopf, kein Pilotantrag. Eine zeitliche Erweiterung von §13k EnWG („Nutzen statt Abregeln 2.0", in Kraft seit 2024) — der Strom deckt seine eigenen Netzkosten in der Stunde, in der er sonst abgeregelt würde.
Mehr Infos unter https://ladefreun.de/petition.html
Mit freundlichen Grüßen
Peter M.

