Können Sie sich innerhalb Ihrer Fraktion gegen die Budgetierung der Richtlinienpsychotherapie im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz einsetzen?
Sehr geehrte Frau Nanni
Ich bin Psychotherapeut:in mit halbem Kassensitz in Wuppertal, junger Vater, in Elternzeit-Teilzeit mit einer angestellten Kollegin.
Die geplante Budgetierung würde Leistungen faktisch wieder auf das frühere Volumen eines halben Sitzes zurückdeckeln. Viele Kolleg:innen mit halbem Sitz leisten heute dank Extrabudgetierung deutlich mehr Versorgung als ihr Sitz rechnerisch hergibt. Eine Rückkehr zur Budgetierung bedeutet für die meisten Praxen deshalb einen sofortigen, drastischen Angebotsverlust.
In meiner Praxis müsste ich meine Angestellte entlassen und deutlich weniger Patient:innen versorgen.
Die ambulante Psychotherapie macht nur 0,7% der GKV-Ausgaben aus – die Budgetierung trifft einen bereits unterversorgten Bereich unverhältnismäßig hart und gefährdet die Grundlage vieler kleiner Praxen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie dieses Thema in Ihrer Fraktion und im Ausschuss aufgreifen könnten.

