Warum stimmen Sie den fatalen Kürzungen im Therapie
Sehr geehrte(r) Abgeordnete(r),
mit großer Sorge sehe ich das beschlossene GKV-Finanzstabilisierungsgesetz. Die Rückkehr zur strikten Budgetierung und die Honorarkürzungen von rund 4,5 % im psychotherapeutischen und Heilmittelbereich gefährden die ambulante Versorgung massiv.
Therapien (Psychotherapie, Physio-, Ergotherapie, Logopädie) sind keine Luxusgüter, sondern tragende Säulen unseres Gesundheitssystems. Kürzungen führen unweigerlich zu noch längeren Wartezeiten, dem Ruin inhabergeführter Praxen und einer Chronifizierung von Krankheiten. Das ist nicht nur unsozial, sondern erzeugt durch spätere Klinikaufenthalte enorme Folgekosten. Sparpolitik darf nicht auf dem Rücken von Patienten und Therapeuten ausgetragen werden.
Ich frage Sie daher konkret:
Wie rechtfertigen Sie diese Einschnitte in die gesundheitliche Versorgung der Bürger in Ihrem Wahlkreis?
Wie wollen Sie dem drohenden Praxissterben und Fachkräftemangel entgegenwirken?
Mit freundlichen Grüßen
Oliver Friedrich
Vielen Dank für Ihre Frage. Ich habe wie meine Kollegen der AfD-Bundestagsfraktion gegen das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gestimmt.
Die AfD-Fraktion lehnt Kürzungen zulasten von Patienten und Leistungserbringern ab und fordert eine auskömmliche Vergütung, insbesondere auch in der Psychotherapie. Einsparungen müssen stattdessen durch weniger Bürokratie, schlankere Verwaltungsstrukturen und ein Ende der unkontrollierten Einwanderung in unsere Sozialsysteme erfolgen. Im Jahresdurchschnitt 2025 bezogen rund 2,57 Millionen Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit Bürgergeld. Das entsprach 47,6 Prozent aller Leistungsbezieher (Daten der Bundesagentur für Arbeit). Zudem muss der Bund versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln finanzieren, statt deren Kosten den Beitragszahlern aufzubürden.
So wollen wir Praxen wirtschaftlich stärken, Fachkräfte im Beruf halten und eine wohnortnahe Versorgung sichern.

