Warum werden nicht zuerst Langzeitarbeitslose Ü 50 mit guter Qualifikation integriert anstatt Rentner durch Aktivrente länger arbeiten zu lassen?
Sehr geehrte Frau Nasr.
Viele Langzeitarbeitslose Ü50 sind gut ausgebildet, aber durch Alter, Krankheit, oder strukturelle Probleme nicht mehr im System. Warum wird der Fokus nicht auf diese Klientel gesetzt?
Ihre Wiedereingliederung würde die Sozialkassen entlasten (weniger Transferleistungen),die Rentenversicherung stärken (durch neue Beiträge),die gesellschaftliche Teilhabe verbessern. Warum wird da nicht politisch mehr dafür getan?
Warum werden Vorurteile bei Arbeitgebern gegenüber Langzeitarbeitslosen nicht durch Anreize wie individuelle Förderung und Unterstützung bei strukturellen Probleme wie regionale Arbeitslosigkeit oder fehlende Mobilität behoben?
Warum holen Sie diese frustrierten Arbeitnehmer nicht von der Straße, damit diese nicht weiterhin AfD wählen?
Sie haben völlig recht. Viele Langzeitarbeitslose über 50 bringen große Qualifikationen mit, aber sie fallen oft durchs Raster. Das ist ein Problem – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für unsere sozialen Sicherungssysteme. Die SPD arbeitet deshalb daran, genau diese Menschen stärker zu unterstützen – durch Qualifizierung, individuelle Förderprogramme und Hilfe bei strukturellen Hürden wie Mobilität oder regionaler Arbeitslosigkeit. Das ist entscheidend, um ihnen echte Chancen auf Arbeit zu geben.
Die Aktivrente ist allerdings ein anderes Instrument: Sie richtet sich an Menschen, die aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen länger arbeiten möchten oder müssen. Es geht nicht darum, die einen zu bevorzugen und die anderen zu vergessen, sondern darum, beide Herausforderungen parallel anzugehen: Langzeitarbeitslose integrieren und Ältere fair unterstützen.

