Kommst FSD (supervised) zeitnah in Deutschland?
Sehr geehrter Herr Schnieder,
in mehreren europäischen Ländern ist das Tesla-System Full-Self-Driving (Supervised) inzwischen zugelassen. Die Niederlande haben das Assistenzsystem bereits am 10. April 2026 über eine nationale Ausnahmegenehmigung freigegeben. Mittlerweile folgten Litauen, Estland und seit heute auch Dänemark.
In Deutschland läuft zudem ein Pilotprojekt in Prüm, das bisher sehr positiv und ohne besondere Vorkommnisse verläuft.
Vor diesem Hintergrund würde ich gerne von Ihnen erfahren:
Welche Gründe sprechen derzeit noch gegen eine Freigabe von Tesla Full-Self-Driving (Supervised) in Deutschland? Ist das BMV grundsätzlich bereit, durch eine Zulassung aktiv zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beizutragen?
Für eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
D. C.
Sehr geehrter Herr C. .,
grundsätzlich spricht nichts gegen den Einsatz neuer Fahrerassistenzsysteme, sofern deren Sicherheit nachgewiesen ist und die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Die von den Niederlanden erteilte Ausnahmegenehmigung gilt jedoch nicht automatisch in Deutschland. Die entsprechenden Unterlagen werden auf europäischer Ebene sowie durch das Bundesministerium für Verkehr und das Kraftfahrt-Bundesamt geprüft. Dabei sind insbesondere die Verkehrssicherheit, die zuverlässige Überwachung des Fahrers und die Einhaltung der geltenden Verkehrsregeln zu bewerten.
Das BMV steht technischen Innovationen grundsätzlich offen gegenüber. Eine Freigabe kann jedoch erst nach Abschluss des vorgesehenen Prüf- und Genehmigungsverfahrens erfolgen.
Mit freundlichen Grüßen
Patrick Schnieder

