Könnten Sich bitte gegen die Kürzung der Honorare niedergelassener Psychotherapeut:innen einsetzen?
Sehr geehrter Herr Meiser,
Ich bin psychologische Psychotherapeutin und schreibe Ihnen bezüglich der kürzlich
veranlassten Honorarkürzungen.
Aus der Praxis kann ich Ihnen berrichten, dass die Versorgungslage für psychisch Gesundheit - auch im urbanen Raum - nach wie vor prekär ist. Die Kürzung unseres Honorars verstärkt dieses Phänomen und wir auf lange Sicht allen teuer zu stehen kommen. Eine flächendeckende und zugängliche psychotherapeutische Versorgung entlastet alle sozialen Systeme und ist deshalb eine nachhaltige Investition in das Gesundheitssystem. Hier zu sparen ist im Grunde absurd.
Danke, dass Sie sich der Sache annehmen!
Mit freundlichen Grüßen,
Nele R.
Sehr geehrte Frau R.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Ich teile die von Ihnen vor dem Hintergrund Ihrer eigenen praktischen Erfahrung zum Ausdruck gebrachte Sorge. Auch meine Fraktion Die Linke und ich halten die Entscheidung zur Absenkung der Honorare für psychotherapeutische Leistungen angesichts der aktuellen Versorgungslage für grundfalsch.
Wir setzen uns im Deutschen Bundestag weiter für eine umfassenden therapeutische Grundversorgung für alle, die sie brauchen, ein, sowie für gute Arbeitsbedingungen für all diejenigen, die diese Leistungen erbringen.
Vor diesem Hintergrund lehnen wir auch weiter das Vorhaben der Bundesregierung ab, jetzt im Rahmen des so genannten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzrs weiter bei der psychotherapeutischen Versorgung zu kürzen.
Dass an dieser Stelle gespart wird, erschwert noch weiter den Zugang von gesetzlich Versicherten zu einem Therapieplatz und ist angesichts des realen Bedarfs fatal. Entsprechend werde ich mich mit meiner Fraktion Die Linke im Bundestag weiter dafür einsetzen, dass diese Fehlentscheidungen zurückgenommen werden. Ich freue mich dabei auch weiter über Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Pascal Meiser

