Jahrgang
1967
Wohnort
Neubiberg, Landkreis München
Berufliche Qualifikation
Diplom-Biologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Stimmkreis

Stimmkreis 124: München-Land Süd

Wahlkreisliste
Oberbayern, Platz 1
Parlament
Bayern

Bayern

In jedem Eingangsbereich einer bayerischen Behörde soll ein Kreuz hängen.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Wir sorgen dafür, dass alle Menschen ihre Religion im rechtsstaatlichen Rahmen privat frei leben können. Öffentliche Behörden dagegen sind als staatliche Bauten neutral.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Wir werden uns für ein flexibles und individuell organisiertes Renteneintrittsalter einsetzen, das sich an der Erwerbsbiographie orientiert. Die armutsfeste Lebensstandardsicherung muss das Hauptziel der gesetzlichen Rentenversicherung sein.
Es soll an jeder bayerischen Grundschule eine verpflichtende Ganztagsbetreuung bis zum späten Nachmittag geben.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
In Bayern soll jedes Kind das Recht auf einen kostenlosen Ganztagsschulplatz haben. Das gibt den Eltern die Möglichkeit, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Gleichzeitig können wir Kindern mehr individuelle Förderung zuteil werden lassen.
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Starke Schultern sollen mehr tragen als Schwache. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass sich die Superreichen mit hohen Vermögen an der Finanzierung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben stärker beteiligen, wie es auch im Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung ausdrücklich vorgesehen ist.
In Bayern sollen weniger unbebaute Flächen versiegelt werden.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Unser langfristiges Ziel ist eine Flächenkreislaufwirtschaft. Für uns gilt: Erst dort weiterbauen, wo schon etwas steht. Und danach nach außen erweitern.
Asylsuchende sollen an der bayerisch-österreichischen Grenze zurückgewiesen werden, wenn sie bereits in einem anderen EU-Land registriert sind.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Wir bemühen uns um eine europäische Lösung, bei der alle Staaten ihrer humanitären Verpflichtung nachkommen. Wir werden aber niemanden, der in Not ist, an der Grenze zurückweisen. Und wir werden die Europäische Union nicht durch einseitiges Handeln aufs Spiel setzen.
Bayern soll Unternehmen fördern, die ihren Unternehmensstandort von Metropolregionen in den ländlichen Raum verlagern.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Wir werden dafür die regionale Strukturpolitik des Freistaats stärken. Das Gefälle zwischen Metropolregionen und ländlichem Raum nimmt immer mehr zu, hier muss der Freistaat aktiv gegensteuern und gerade im Bereich Infrastruktur gezielte Investitionen setzen.
Aufgrund der Ernteausfälle durch die Dürre in diesem Sommer sollen Bauern finanziell entschädigt werden.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
In Ausnahmesituationen wie starken Ernteausfällen befürworten wir kurzfristige Hilfen. Generell setzen wir aber auf nachhaltige Lösungen statt kurzfristiger Hilfen, etwa eine zukunftsorientierte Ackerbaustrategie.
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Wir fordern Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger und wollen ein Lobbyregister einführen. Die Öffentlichkeit erhält dadurch Auskunft, welche Interessenvertretung mit welchem Budget für wen tätig ist.
Die Polizei soll Telefone auch ohne richterlichen Beschluss abhören dürfen.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Das Abhören von Telefonen ist ein Grundrechtseingriff und braucht daher die Entscheidung eines Richters. Wir lassen nicht zu, dass Grundrechte ausgehebelt werden, wie es etwa mit dem neuen Polizeiaufgabengesetz versucht wird.
Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Schulen sollen grundsätzlich unbefristete beschäftigt werden.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Gute Bildung braucht gute Lehrkräfte. Und die Lehrkräfte wiederum benötigen gute Arbeitsbedingungen mit denen sie ihre Zukunft planen können. Auch die leider gängige Praxis, Lehrkräfte mit Beginn der Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu entlassen, werden wir beenden.
Die dritte Startbahn des Flughafens München soll gebaut werden, obwohl der Bürgerentscheid sich dagegen ausgesprochen hatte.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Wir sorgen dafür, dass die Dritte Startbahn nicht gebaut wird. Sie ist wirtschaftlich nicht notwendig und schlecht fürs Klima. Wir tragen das Votum der Bürgerinnen und Bürger dazu mit.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Wir sind gegen Fahrverbote. Gleichzeitig wollen wir saubere Luft für ein gutes Leben in den Städten. Autobauer müssen die Autos ihrer Kunden auf Kosten der Hersteller nachrüsten. Wenn die Luft schlecht ist, unterstützen wir bei gerichtlichen Anordnungen die blaue Plakette.
Es ist richtig, dass der Freistaat Familien beim Hausbau und Immobilienkauf finanziell unterstützt (Baukindergeld Plus).
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Im Rahmen der Großen Koalition wurde ein Baukindergeld vereinbart. Wir unterstützen damit junge Familien beim Erwerb von Wohneigentum und fördern den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt.
Asylsuchende sollen eher Geld- statt Sachleistungen bekommen.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Wir sorgen dafür, dass alle in Würde leben können. Sachleistungen bevormunden und nehmen keine Rücksicht auf verschiedene Essgewohnheiten, Allergien etc. Der Einkauf vor Ort hat auch einen integrativen Aspekt. Der Verwaltungsaufwand bei Sachleistungen ist außerdem oft höher als bei Auszahlung.
Es soll in Bayern mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Natascha Kohnen: Lehne ab
Wir sorgen für Freiheit und Sicherheit, dafür braucht es Augenmaß bei der Videoüberwachung. Nur wo wirklich nötig, werden wir mit Videoüberwachung arbeiten. Unser Ziel ist eine angstfreie Gestaltung des öffentlichen Raums.
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Wir sorgen für bessere Pflege und mehr Personal. Deswegen kümmern wir uns darum, dass ausländische Abschlüsse schneller anerkannt werden und die Arbeitsbedingungen in der Pflege allgemein besser werden.
Die Staatsregierung soll sich dafür einsetzen, dass wieder mehr Jugendliche einen Ausbildungsberuf ergreifen statt ein Studium zu beginnen.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Alle sollen die Ausbildung machen, die am besten ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht. Die Staatsregierung soll dabei Bildung kostenfrei gestalten und alle Hürden abbauen, damit nicht der Geldbeutel der Eltern über die Zukunft bestimmt. Letztlich sollen Jugendliche selbst entscheiden.
Es soll in Bayern mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Rassismus und Antisemitismus sind eine Bedrohung für unsere Demokratie. Dagegen setzen wir den Schutz unserer Demokratie durch eine starke, selbstbewusste Zivilgesellschaft. Demokratische Erziehung und demokratisches Engagement werden wir stärken und fördern.
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Position von Natascha Kohnen: Stimme zu
Die Mietpreisbremse ist wichtig für bezahlbare Mieten. Das schaffen wir mit einer Verschärfung: Indem wir alle Bestandsmieten stärker in den Mietspiegel einbeziehen. Und indem der Vermieter weniger Kosten auf die Mieter umlegen darf, wenn er modernisiert.

Die politischen Ziele von Natascha Kohnen

WIR BRAUCHEN MEHR ZUSAMMENHALT!

Bayern ist ein starkes Land. Die meisten von uns leben gut hier in Bayern. Das haben wir uns gemeinsam erarbeitet. Darauf können wir stolz sein. Ich will Bayerns wirtschaftliche Stärke erhalten und für die Zukunft sichern. Unser Erfolg gibt uns Möglichkeiten, Bayern noch stärker zu machen. Für alle, die hier leben. Ich will dafür sorgen, dass alle in Bayern am Erfolg teilhaben.

Bayern verändert sich: Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitsplätze und unser Freizeitverhalten. Menschen ziehen aus ganz Deutschland und darüber hinaus nach Bayern und vom Land in die Städte. Neue Technologien machen uns mobiler und helfen uns, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Dieser dynamische Wandel bringt Chancen für Bayern. Diese Chancen müssen wir nutzen. Aber diese Veränderungen schaffen auch neue Herausforderungen: Der Zuzug in die Städte macht Wohnraum knapp und teuer. Er bringt Nahverkehr, Kinderbetreuung, Bildungseinrichtungen und vieles andere an die Belastungsgrenzen. Viele Menschen sorgen sich, ob sie mit den Veränderungen der Arbeitswelt mithalten können.

Ich will diesen Wandel gestalten. Ich stehe für eine Politik, die Menschen stark macht in ihrem täglichen Leben. Bayern ist am stärksten, wenn wir zusammenhalten. Darum geht es mir: Mehr Gemeinschaft schaffen, füreinander da sein – und einen neuen Umgangston untereinander pflegen.

Ich will mehr Zusammenhalt in Bayern. Ich habe viele Ideen, wie wir das erreichen können. Hier sind einige der wichtigsten:

BEZAHLBAREN WOHNRAUM SCHAFFEN

Ich will sicherstellen, dass sich in Bayern alle ihr Dach über dem Kopf leisten können. Niemand soll Angst haben, aus seiner Wohnung aus- oder seinem Viertel wegziehen zu müssen, weil die Miete viel zu teuer wird. Dazu muss der Freistaat Bayern selbst Wohnungen bauen und alles tun, um günstigen Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Ziel sind 100.000 neue Wohnungen in den nächsten 5 Jahren. Davon sollen 25.000 neue Wohnungen durch den Freistaat selbst mit einer neuen staatlichen bayerischen Wohnbaugesellschaft gebaut werden. Außerdem will ich die Sozialbindung von gefördertem Wohnraum verlängern. Mit unserem Sonderprogramm „Aufzug statt Umzug“ will ich außerdem mehr Barrierefreiheit in bestehenden Wohnungen schaffen.

Wohnungsbau braucht günstigen Baugrund: Wir müssen endlich einen Überblick über die bebaubaren Flächen in Bayern schaffen. Und dann will ich dafür sorgen, dass diese Flächen auch genutzt werden. Staatliche Grundstücke dürfen nicht mehr zu Höchstpreisen verkauft werden, sondern sie müssen für Städte, Gemeinden und Wohnungsbau-Genossenschaften günstig zur Verfügung gestellt werden. Die Spekulation mit Bauland will ich mit einer Spekulationssteuer auf ungenutzten Boden bekämpfen.

FAMILIEN FINANZIELL ENTLASTEN

Ich will es Eltern in Bayern einfacher machen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Deshalb will ich das Angebot an und die Qualität der Kinderbetreuung verbessern – auch in den Tagesrandzeiten und in den Ferien. Wir machen die Kita in Bayern kostenfrei. Und wir stellen mehr Erzieher*innen ein. So stellen wir sicher, dass alle Kinder gut betreut werden und die gleichen Startchancen haben – unabhängig vom Einkommen der Eltern.

Kinderarmut im reichen Bayern nehme ich nicht hin. Kein Kind darf in Armut aufwachsen. Deshalb schaffen wir eine eigenständige Grundsicherung für Kinder. Damit bündeln wir die vorhandenen Familienleistungen und sorgen dafür, dass Unterstützung zielgerichtet ankommt. Jedem Kind steht ein fester Betrag zu, der Armut verhindert und allen ermöglicht, ihre Interessen zu entfalten.

GUTE ARBEIT SICHERN

Jeder hat ein Recht auf Arbeit: Ich will gute Arbeitsplätze in Bayern sichern und Menschen helfen, sich fit zu machen für die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen. Wir schaffen dafür ein Weiterbildungsgesetz. Damit wird der Rechtsanspruch zur Freistellung von Arbeitnehmer*innen für berufliche und gesellschaftspolitische Weiterbildung gesetzlich verankert. Mit einer Ausbildungsgarantie und einer Mindestvergütung für Azubis stärken wir die berufliche Bildung und die Fachkräfte der Zukunft.

Ich will ein Tariftreue- und Vergabegesetz einführen. Wer Aufträge vom Freistaat Bayern erhalten will, muss Tarifverträge einhalten und haftet dafür, dass auch die Subunternehmen die gesetzlichen und tariflichen Vorgaben einhalten. Wer Aufträge vom Freistaat Bayern erhalten will, soll sich außerdem an soziale, umweltbezogene oder innovative Anforderungen halten. Der Freistaat Bayern muss Vorbild sein. Er darf Steuermittel nicht für schlechte Löhne missbrauchen. Ich will außerdem Befristungen im öffentlichen Dienst – zum Beispiel für junge Lehrer*innen – beenden.

LÄNDLICHEN RAUM STÄRKEN

Heimat heißt für mich, dass alle in Bayern dort leben können, wo sie möchten. Ob in der Stadt oder auf dem Land: Bayern muss überall lebenswert sein. Dazu brauchen wir auch im ländlichen Raum eine gute und sichere Versorgung mit Nahverkehr, schnellem Internet, Fachärzt*innen sowie Pflegeangeboten und vor allem Bildung. Das heißt für mich: Wir investieren gezielt in unsere Kommunen, um sie beim Erhalt von Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeitangeboten zu unterstützen. Und wir lassen die Schule im Dorf.

Ich will eine Schulstandortgarantie für Schulen, an denen ein Abschluss gemacht werden kann. Diese Garantie gibt Eltern Planungssicherheit bei der Entscheidung über ihren Wohnort. Niemand soll wegen des Schulangebots in die Stadt ziehen müssen.

KOSTENLOSER ÖFFENTLICHER PERSONENNAHVERKEHR

Mein langfristiges Ziel ist der kostenlose Öffentliche Personennahverkehr für alle in Bayern. Als erstes müssen wir mehr Mobilität für Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln schaffen. Dafür brauchen wir:

Ein bayerisches Bildungsticket für Auszubildende, Schüler*innen und Studierende

Ein bayerisches Senior*innenticket

Ein bayerisches Sozialticket für Bedürftige

Damit entfallen die Kosten der Anfahrt zu Schule, Berufsschule, Universität und Ausbildungsplatz. Außerdem sichert das die Mobilität von Senior*innen und treibt den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr voran. Die Maßnahme leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

POLIZEI STÄRKEN, FREIHEITSRECHTE WIEDERHERSTELLEN

Ich will, dass Bayern das sicherste Bundesland bleibt. Deshalb werden wir unsere Polizei personell aufstocken und technisch bestmöglich ausstatten. Wir erreichen Schritt für Schritt die notwendige Personalstärke, indem wir nicht nur Abgänge durch Ruhestand ausgleichen, sondern zehn Prozent mehr Polizist*innen beschäftigen. Damit bleibt die Polizei überall in Bayern auf der Straße sichtbar und auch kleine Polizeidienststellen in ländlichen Räumen bleiben rund um die Uhr besetzt.

Ich will Sicherheit schaffen ohne die Freiheitsrechte der Bürger*innen einzuschränken. Das bayerische Polizeiaufgabengesetz verstößt gegen diesen Grundsatz und macht Bayern dabei nicht sicherer. Wir müssen das PAG deshalb wieder aufheben und ein völlig neues Polizeigesetz entwickeln. Für die Sicherheit der Grenzen ist die Bundespolizei zuständig, eine bayerische Grenzpolizei ist deshalb überflüssig.

WELTOFFENES BAYERN SCHÜTZEN

Unser Bayern ist weltoffen und lebt von seiner Vielfalt. Für viele von uns ist Bayern Heimat von Geburt an, viele aus anderen Teilen Deutschlands und der Welt haben hier eine Heimat gefunden. Die Werte und Grundrechte in Grundgesetz und Bayerischer Verfassung sind die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Aufgabe der Politik ist es, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammenführen, statt sie gegeneinander auszuspielen. Ich will deshalb den Kreuz-Erlass zurücknehmen.

In Bayern geben wir Menschen eine neue Heimat. Unsere Wirtschaft braucht die Einwanderung von Fachkräften. Und Bayerns Stärke ist Verpflichtung, mehr für die Menschen zu tun, die in ihrer angestammten Heimat nicht mehr leben können. Allen, die zu uns kommen, wollen wir das Ankommen und Einleben so einfach wie möglich machen. Dazu brauchen wir ein Bayerisches Integrations- und Partizipationsgesetz. Und ich will sicherstellen, dass alle die Chance bekommen, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen – auch, wenn ihr Aufenthaltsstatus noch nicht geklärt ist.

Über Natascha Kohnen

Bayern ist meine Heimat. Ich wurde 1967 geboren und bin in der Kaulbachstraße in der Münchner Maxvorstadt aufgewachsen. Der Englische Garten war mein Revier und als Kinder spielten wir in der Ruine des Armeemuseums – auf der heute die Staatskanzlei steht. Ich denke gerne an mein lebendiges, offenes Elternhaus zurück, wo unsere Freunde ein und aus gingen. Es war bunt, ein wenig chaotisch, echte 68er eben. Das wichtigste, was ich aus dieser Jugend mitgenommen habe: meine Selbstständigkeit.

1985 stand ich am Bauzaun der atomaren Wiederaufbereitungsanlagen von Wackersdorf. Ich sah die Protestcamps, die wütenden Bauern – und die Brutalität, mit der die Staatsregierung gegen den Protest der Bürgerinnen und Bürger vorging. Ich war 18 und mit einer Busladung Schülerinnen und Schüler aus München gekommen. Dieser Tag hat mich geprägt. Bis heute.

Mit dem Abitur am städtischen Luisengymnasium endete 1987 meine Zeit in München. Zwölf Jahre später – nach Stationen in Regensburg und Paris – fand ich nicht weit entfernt meinen neuen Lebensmittelpunkt. Die Gemeinde Neubiberg in Oberbayern ist seit bald zwanzig Jahren der Ort, wo ich zur Ruhe komme, Kraft tanke und neue Ideen entwickle.

Naturwissenschaft hat mich schon als Schülerin fasziniert. Die sachliche Herangehensweise, die Logik und der Anspruch, die Welt Stück für Stück immer besser zu verstehen. Als Chemie in der 11. Klasse auf den Lehrplan kam, fand ich das sofort spannend – was nicht alle meiner Mitschüler nachvollziehen konnten. Mein Lehrer Herr Angermeier hat mich dann im Leistungskurs für die Biologie begeistert – für die Wissenschaft vom Leben.

Diese Begeisterung hat mich nach Regensburg gebracht, fünf Jahre beschäftige ich mich an der Uni mit Genetik, Biochemie und im Labor vor allem mit Photosynthese. Meine Qualifikation als Diplom-Biologin konnte ich nach dem Studium mit meiner zweiten großen Leidenschaft verbinden – der für Bücher. Ich wurde Lektorin für naturwissenschaftliche Fachbücher im Oldenbourg Verlag. Für mich ein Traumberuf.

1996 habe ich mich als Lektorin selbstständig gemacht, 2001 dann mein eigenes Redaktionsbüro gegründet. Gemeinsam mit meinen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe ich dort an naturwissenschaftlichen Schulbüchern für Bayern und eine Reihe anderer Bundesländer gearbeitet.

Ende der 90er zog ich mit meiner Familie für zwei Jahre in eine der schönsten Städte der Welt: nach Paris. Mein Sohn Paul war schon mit dabei, meine Tochter Hannah wurde an der Seine geboren. Zurück im Landkreis München suchte ich 1999 nach Betreuungsmöglichkeiten für die beiden. In Frankreich war das damals schon eine Selbstverständlichkeit – in Bayern nicht. Beruf oder Familie hieß die Alternative, Vereinbarkeit war ein Fremdwort.

Mit meinem Ärger über fehlende Kinderbetreuung lief ich Johanna Rumschöttel in die Arme, die Bürgermeisterin werden und in Neubiberg nicht nur die Kinderbetreuung verbessern wollte. Gemeinsam packten wir an und hatten Erfolg: Sie wurde Bürgermeisterin und ein paar Jahre später Landrätin – ich selbst wurde 2002 in den Gemeinderat gewählt und 2008 in den Bayerischen Landtag. Meine Leidenschaft für Naturwissenschaften habe ich mit ins Parlament genommen – erst in den Umweltausschuss, heute in den Ausschuss für Wirtschaft und Energie.

Ab 2009 war ich dann als Generalsekretärin der BayernSPD im ganzen Freistaat unterwegs und habe Bündnisse mit Verbänden und Initiativen geschmiedet, um Bayern aus der Opposition heraus mitzugestalten. In diesen Bündnissen haben wir die Studiengebühren in Bayern beseitigt. Und mit der „Kettenreaktion“ 25 Jahre nach Wackersdorf auch die Atomkraft in Bayern beerdigt.

Paul und Hannah sind mittlerweile erwachsen und stehen auf eigenen Füßen. Und ich habe die Zeit und die Energie, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Deshalb habe ich die Führung der bayerischen SPD übernommen. Deshalb habe ich als stellvertretende Parteivorsitzende in Berlin den neuen Koalitionsvertrag mit ausgehandelt und dabei erfolgreich für mehr bezahlbare Wohnungen gekämpft.

In den letzten Jahren habe ich mit Menschen in ganz Bayern gesprochen. Menschen, die Arbeit und Familie unter einen Hut bringen müssen. Junge Menschen, die mit Chancen aufwachsen sollen und nicht mit Ängsten. Ältere, die in Würde leben möchten. Geflüchtete, denen wir in Bayern eine Heimat geben wollen. Diese Begegnungen treiben mich an.

Für diese Menschen will ich Verantwortung übernehmen. Auch weil Bayern mir selbst so viel gegeben hat. Und weil ich überzeugt bin, dass unser starkes Land aus seinem Wohlstand und seiner Vielfalt so viel mehr machen kann. Dafür trete ich an.

Alle Fragen in der Übersicht
# Umwelt 13Okt.2018

(...) haben Sie Ihren Wahlkampf CO2-neutral geführt?

Von: Ebfvarn Fravben

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) wo auch immer Ziele und Zeitplan des Wahlkampfes es erlaubt haben, hat Frau Kohnen auf ihren Fahrten den Zug genutzt. (...)

(...) Wird Ihre Partei ohne eine personelle und inhaltliche umfassende Neuausrichtung in Bayern aus dem Landtag verschwinden? (...)

Von: Bfxne Rvfare

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) Diese Chancen müssen wir nutzen. Aber gleichzeitig bringt er Herausforderungen, die wir lösen müssen: Der Zuzug in die Städte macht Wohnraum knapp und teuer. Er bringt Nahverkehr, Kinderbetreuung, Bildungseinrichtungen und vieles andere an die Belastungsgrenzen. (...)

(...) Wie denken Sie, sollte die Bayerische Polizei und Justiz damit umgehen? (...) Wie denken Sie, könnten eingeschüchterte Frauen aus Osteuropa in die Lage versetzt werden, sich bei entsprechenden Anfragen mutig zur Wehr zu setzen, und Anzeige zu erstatten? (...)

Von: Naqernf Ynaqtens

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) Nach der Verordnung zur Festlegung prostitutionsrechtlicher Vorschriften vom 20. Juni 2017 wird das ProstSchG in Bayern (Anmelde- und Erlaubnisverfahren) durch die Kreis- verwaltungsbehörden und die Großen Kreisstädte vollzogen. (...)

# Familie 10Okt.2018

Wie wollen Sie die klassische Familie fördern?

Von: Ebfvarn Fravben

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) 7. Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Familien werden zielgerichtete Sonderprogramme für die Ballungsräume und den ländlichen Raum aufgelegt, um zum einen dem Wohnungsmangel in besonders nachgefragten Regionen zu begegnen (unter anderem durch die Schaffung von staatlich geförderten Wohnungen) und zum anderen Leerständen im ländlichen Raum entgegenzuwirken und die Attraktivität des ländlichen Raums für junge Familien zu erhöhen. (...)

# Finanzen 9Okt.2018

(...) Warum macht sich keiner von der SPD stark für das österreichische Modell der Besoldung. Regelbeförderung im 28. (...)

Von: Qvex Fpuhfgre

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) Die SPD tritt seit jeher für die zeit- und inhaltsgleiche Über­nahme des Tarifergebnisses auf die Bezüge der bayerischen BeamtInnen, RichterInnen, AnwärterInnen sowie die VersorgungsempfängerInnen ein. Die Bediensteten sollen an der allgemeinen Entwicklung der Löhne und Einkommen teilhaben. (...)

# Umwelt 6Okt.2018

(...) wieso werben Sie für die Landtagswahl mit dem Slogan "Zeichen setzen" in einer Anzeige in "EINKAUFAKTUELL", dass in Folie verpackt zu uns Bürgern geliefert wird. Haben Sie Ihren Aktionsplan gegen Mikroplastik schon vergessen? (...)

Von: Crgen Oehaare

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) Natürlich würden wir uns DIE perfekte Verpackung wünschen - und global gesehen sind beim Thema Mikroplastik noch entschiedene Schritte zu gehen. (...)

(...) Wie stehen Sie persönlich zur Legalisierung von Cannabis bzw . zur Entkriminalisierung der Konsumenten? (...)

Von: Puevfgbcu Emrunpmrx

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) bereits im Jahr 2015 hat die SPD im Landkreis München, in welchem Natascha Kohnen ihren Stimmkreis hat, einen Beschluss zur Entkriminalisierung von Cannabis gefasst. (...)

(...) Sie,Frau Kohnen,gehören doch auch auf Bundesebene als stellv.SPD-Vorsitzende zur engeren Führungsspitze der SPD!Haben Sie bei dieser Entscheidung mitgewirkt und mit abgestimmt und sich auch für die 2jährige Prolongation ausgesprochen? (...)

Von: Qvrgre Xvcc

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) Fakt ist, wir als BayernSPD wollen die betäubungslose Kastration von Ferkeln schnellstmöglich beenden. Klar ist aber auch, dass das unionsgeführte Bundeslandwirtschaftsministerium in den vergangenen 10 Jahren versagt hat und keine der bestehenden Alternative mittlerweile als flächendeckend praxistauglich eingestuft werden kann. (...)

(...) Wieso stimmt die SPD Tierquälerei zu? Die Verlängerung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln ist Tierquälerei!

Von: Uryzhg Xnhre

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) Fakt ist, wir als BayernSPD wollen die betäubungslose Kastration von Ferkeln schnellstmöglich beenden. (...)

(...) Die Mehrzahl der Bürger (ca. 2/3 nach meiner Kenntnis) will trotz, oder gerade wegen größtmöglicher Aufklärung keinen Organspendeausweis ausfüllen. (...)

Von: Pynhf Yhgm

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) in Ihrer Zuschrift sprechen Sie vermutlich Pläne der Bundestagsabgeordneten Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) an, einen Gruppenantrag der Bundestagsab­geord­neten zur Widerspruchslösung bei der Organspende zu koordinieren. (...)

(...) Ich bin schockiert, weil mir dieser ruinöse Zustand so nicht bekannt war. Meine Frage: Gibt es für diese Schulen ein Sofortprogramm der SPD? (...)

Von: Zvpunry Csrvssre

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...)

Liebe Frau Kohnen,
warum hat die SPD nicht die Initiative von Herrn Söder und der CSU unterstützt, die Regierungszeit des bayerischen...

Von: Ebfvarn Fravben

Antwort von Natascha Kohnen
SPD

(...) tatsächlich sieht auf den ersten Blick eine Amtszeitbegrenzung attraktiv aus - bei genauerem Hinsehen gibt es wichtige Gründe, warum die Opposition den durchsichtigen Vorschlag ablehnt. (...)

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