Setzen Sie sich dafür ein, dass Deutschland einer Fassung mit anlassloser Durchsuchung privater Nachrichten nicht zustimmt?
Sehr geehrte Frau M.,
vielen Dank für Ihre Frage. Ich teile Ihre Sorge, dass der notwendige Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt zu einer anlasslosen Kontrolle privater Kommunikation führen darf. Dies war aber nie wirklich geplant.
Aus meiner Arbeit im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes weiß ich, wie wichtig ein entschlossenes Vorgehen gegen Missbrauchsdarstellungen ist. Ca. zwei Drittel der kinderpornografischen Darstellung befindet sich auf Servern in der Europäischen Union. Dieser Zustand ist nicht weiter hinnehmbar. Vertrauliche Kommunikation und eine sichere Verschlüsselung müssen gewährleistet bleiben. Unter diesen Bedingungen hat der Schutz der Kinder für mich Priorität.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Hose
Mitglied des Deutschen Bundestages

