Sehr geehrter Herr Metz , Was wird getan, damit mehr Mieter'innen die Möglichkeit haben ihre (E-)Bikes sicher abzustellen?
Eine Freundin von mir ist grade in Bochum auf Wohnungssuche, und in Bochum ist es im unterpreisigen segment nahezu unmöglich eine Wohnung zu finden, die eine sicherer Radstellanlage hat, die ebenerdig oder per Rampe zugänglichen ist. Meist gibt es nur Möglichkeiten das Fahrrad in Engen verwinkelten Kellern abzustellen und es dann die Treppen Hoch zu schleppen. Könnten nicht zumindest, die Eigentümer die Genug Fläche auf dem Parkplatz, im Hof oder Vorgarten haben, zur Schaffung solcher Anlagen verpflichtet werden? Meist müssten nur wenige hundert euro investiert werden. Das sollte doch ein vertretbare Pflicht in blick auf die Mobilitätswende und der Energie- und Klimakrise sein.
mit Freundlichen grüßen Jan T.
Danke für Ihre Frage!
Sie haben absolut Recht, dass das ein wichtiges Thema ist. Der umweltfreundliche Radverkehr kann nur gestärkt werden, wenn es zuhause sichere und komfortabel erreichbare Abstellmöglichkeiten gibt. Und das gilt natürlich auch für Mieterinnen und Mieter.
Baurechtlich ist es so, dass bei bestehenden Wohnungen der Staat nicht eingreifen kann. Diese fallen unter Bestandsschutz.
Landesseitig sind wir aber in zwei Bereichen tätig:
1.) Wird neuer Wohnraum geschaffen, so ist über die Bauordnung NRW auch vorgeschrieben, dass komfortabel erreichbare und sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Die Regelungen dazu wurden in den letzten Jahren auch nochmal angeschärft bzw. konkretisiert.
2.) Für diejenigen, die im baulichen Bestand eine solche Möglichkeit nicht haben, versucht das Land, sichere Abstellplätze im öffentlichen Raum zu schaffen. Dies geschieht über sogenannte Mobilstationen, die insbesondere auch abschließbare Fahrradabstellmöglichkeiten vorsehen. Dies fördert das Land Nordrhein-Westfalen. Verantwortlich für die Umsetzung sind aber die Städte und Gemeinden.
Daher rege ich an, dass sie die genannte Problematik auch an die Stadt Bochum herantragen und darauf drängen, dass in den Vierteln, wo es hohen Bedarf und wenig private Stellplätze gibt, solche öffentlichen abschließbaren Abstellanlagen gebaut werden und die entsprechende Landesförderung in Anspruch genommen wird.

