Martin Metz

| Kandidat Bundestag
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Jahrgang
1983
Wohnort
Sankt Augustin
Berufliche Qualifikation
Diplom-Geograph
Ausgeübte Tätigkeit
Angestellter
Wahlkreis

Wahlkreis 98: Rhein-Sieg-Kreis II

Wahlkreisergebnis: 7,9 %

Liste
Landesliste Nordrhein-Westfalen, Platz 16
Parlament
Bundestag

Bundestag

Dieselfahrzeuge sollen wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes aus den Innenstädten verbannt werden.
Position von Martin Metz: Neutral
Die Luft in Innenstädten ist vor allem wegen Diesel-Fahrzeugen schlecht. Das muss schnell beendet werden. Ein Diesel-Fahrverbot wäre für viele eine Enteignung. Daher bin ich gegen ein (sofortiges) Verbot. Grundsätzlich ist die Zeit des Diesels jedoch vorbei. Meine Ziele: E-Mobilität, ÖV, Rad fördern
Die Politik soll festlegen, wie viele Flüchtlinge Deutschland jedes Jahr aufnimmt.
Position von Martin Metz: Lehne ab
Die sog. "Obergrenze" ist im Grundgesetz nicht vorgesehen. Jeder hat einen Anspruch auf Prüfung, ob ein Asylgrund besteht. Eine "Obergrenze" wäre auch nicht praktikabel. Die Zahl der Flüchtlinge und Migranten muss reduziert werden v.a. durch eine faire Handelspolitik und ein Ende der Waffenexporte.
Massentierhaltung muss reduziert werden, auch wenn das höhere Fleischpreise bedeutet.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Die Haltungsbedingungen in unserer fleischproduzierenden Industrie sind weder ökologisch noch ethisch tragbar. Wir brauchen einen klaren ordnungspolitischen Rahmen, das zu beenden und das geht über die Festlegung der Haltungsbedingungen. Ob das am Ende höhere Preise bedeutet, regelt der Markt.
Zur Vermeidung von Altersarmut müssen die Renten deutlich erhöht werden.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Eine Rentenerhöhung zur Vermeidung von Altersarmut sehe ich grundsäztlich positiv. Dies müsste jedoch nicht zulasten der derzeitigen Einzahler geschehen. Wer sein Leben lang viel gearbeitet hat, muss im Alter mehr haben als die Grundsicherung. Das muss allerdings über Steuermittel finanziert werden!
Vermieter sollen ohne eine staatliche Mietpreisbremse entscheiden können, wie viel Miete sie verlangen.
Position von Martin Metz: Lehne ab
Die Mietpreisbremse ist angesichts der derzeitigen angespannten Situation auf vielen Wohnungsmärkten in Ballungsräumen ein notwendiges Vehikel, um günstigen Wohnraum für alle zu sichern und soziale Spaltung in den Städten zu vermeiden.
Es muss ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Lobbyismus und Verbandsarbeit sind nicht per se schlecht. Politik lebt vom Austausch mit allen Interessengruppen. Das muss dann aber auch transparent und für alle nachvollziehbar sein.
Ein vollständiges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft darf es nicht geben.
Position von Martin Metz: Lehne ab
Die Frage ist allgemein. Grundsätzlich bin ich gegen Gentechnik, vor allem bei Tieren ist sie für mich ein Tabu. Bei der "grünen Gentechnik" (Pflanzen) bin ich ebenfalls allgemein dagegen, jedoch offen für alternative Verfahren, welche nah an den natürlichen Vorgängen sind wie CRISPR/Cas.
Auf Autobahnen soll es ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h geben.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Fast alle Länder der Welt haben ein Tempolimit. Es ist ökologisch positiv, da der Verkehr flüssiger rollt und vor allem dient es der Verkehrssicherheit.
Es soll einen verbindlichen Volksentscheid auf Bundesebene geben.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Direktdemokratische Elemente zu besonders herausgehobenen wichtigen Fragen wären positiv. Wichtig wäre es, dass das Parlament die Formulierung der Frage beschließt und der gesamte Prozess transparent gestaltet wird.
Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Befugnisse zur Terrorabwehr bekommen, auch wenn dafür Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen.
Position von Martin Metz: Lehne ab
Die Balance Freiheit/Sicherheit muss geachtet werden. Einzelne Maßnahmen mit mehr Kompetenz für die Sicherheitsbehörden können sinnvoll sein. Aber derzeit erleben wir ein blindes Ausweiten von Kompetenzen zulasten der bürgerschaftlichen Freiheiten. Das nützt auch oft der Sicherheit nichts.
Der Kohleabbau als wichtige Übergangstechnologie muss weiterhin staatlich gefördert werden.
Position von Martin Metz: Lehne ab
Kohle ist der schmutzigste Energieträger zur Stromproduktion. Wir haben die Möglichkeit und die Technologie, bald nur noch sauberen Strom zu produzieren. Windenergie und Sonne sowie Energieeinsparung machen das möglich. Das ist gut für die Umwelt und ein Zukunftsfeld unserer Wirtschaft.
Die Kitabetreuung von Kindern soll grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Kostenlose Kinderbetreuung wäre ein sehr guter Schritt für einen präventiven Sozialstaat, der auch Gleichberechtigung im Blick hat. Wichtig ist es, dass die Kommunen die Kosten über das progressive Steuersystem ersetzt bekommen. Denn auch kostenlose Betreuung müsste eine hohe Qualität haben können.
Die Bundesregierung soll keine Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie der Arabischen Halbinsel genehmigen.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Es ist beschämend, dass Deutschland nach wie vor Waffen in Krisenregionen exportiert. Dies trägt zu den Konflikten vor Ort und den daraus folgenden Vertreibungen/Fluchtbewegungen bei.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sein müssen.
Position von Martin Metz: Neutral
("Sicheres Herkunftsland" hat nichts mit Abschiebungen zu tun.) Afghanistan ist im Krieg und nicht sicher. Niemand sollte dorthin abgeschoben werden, der sich in Deutschland an die Gesetze hält. Afghanen, die hier jedoch massiv straffällig werden, sollten jedoch zurückgeführt werden können.
Die Kirchensteuer soll abgeschafft werden.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Als Mitglied der katholischen Kirche sehe ich keinen Grund, warum eine Religionsgemeinschaft in ihrer Finanzierung so eng mit einem säkularen Staat verflochten sein soll. Es untergräbt auch den religiösen Ansatz der Kirche.
Die EU hat nur dann eine Zukunft, wenn die Mitgliedsstaaten auf Kompetenzen verzichten.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Meine langfristige Zielvorstlelung sind die Föderalen Staaten von Europa, bei denen übergreifende Themen wo es notwendig ist, auf EU-Ebene entschieden werden, mit einem starken Parlament und ohne Veto von Einzelstaaten. Auf dem Weg dahin wäre ein "Europa der zwei Geschwindigkeiten" eine Option.
Der Spitzensteuersatz soll deutlich erhöht werden, mindestens wieder auf 53% wie in den 1990er Jahren.
Position von Martin Metz: Neutral
Eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 42 / 45 % für sehr große Einkommen (ab 100.000 Euro / Jahr / Person) wäre richtig. Eine Erhöhung auf "mindestens 53 %" wäre allerdings - gerade bei den derzeitigen Einkommensstufen - doch zu viel.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Martin Metz: Neutral
Es gibt sachlich begründete Befristungen von Arbeitsverträgen. Das soll auch so bleiben. Die sachgrundlose Befristung auf bis zu zwei Jahre ist jedoch nicht sachgerecht und gehört abgeschafft. Sie verunsichert die Arbeitnehmer. Für Arbeitgeber reicht die Möglichkeit einer sechsmonatigen Probezeit.
Der Besitz und Anbau von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Es ist nicht einzusehen, warum die auch von mir gern genossene und viel gefährlichere "Volksdroge Alkohol" erlaubt ist, Cannabis z.B. jedoch verboten. Eine Legalisierung von Cannabis wäre auch gut, um die Qualität der Produkte zu sichern und den Vertrieb im Sinne des Jugendschutzes zu steuern.
Weil Menschen immer älter werden, sollen sie auch länger arbeiten.
Position von Martin Metz: Lehne ab
Die derzeitige Regel-Altersgrenze von 67 Jahren halte ich - abseits individueller Ausnahmen - derzeit für sachgerecht. Insgesamt sollte der Übergang von der Arbeit in den Ruhestand durchaus flexibilisiert werden, aber das nur mit Entscheidungsrechten für Arbeitnehmer.
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollen verboten werden.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Privatpersönen können spenden und sollen das auch weiter dürfen. Es ist allerdings fraglich, was Unternehmen und Verbände mit ihren Spenden bezwecken, wenn nicht politische Einflussnahme in Sachfragen.
Die Öffentlichkeit muss bei Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA stärker beteiligt werden.
Position von Martin Metz: Stimme zu
Mehr Transparenz und Beteiligung wäre gut. TTIP und CETA halte ich allerdings grundsätzlich aus mehreren Erwägungen für falsch und problematisch. Freihandel muss immer auf ökologischen und sozialen Standards basieren und rechtsstaatlich einwandfrei sein. Das ist da nicht der Fall.
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# Arbeit 10Sep2017

Guten Abend Herr Metz,

Sie wollen sich im Bundestag besonders für eine Verbeserung der Situation im Straßenverkehr in NRW stark machen....

Von: Ureznaa Fpuyntreznaa

Antwort von Martin Metz
DIE GRÜNEN

(...) Es ist fatal, dass die Bundesregierung hier so zögerlich agiert und die Lkw-Maut sogar noch gesenkt hat! Angesichts der prognostizierten Steigerungsraten im Güterverkehr ist es notwendig, die lange vernachlässigte Schiene endlich zu stärken und Güterverkehre mit der Bahn (mit strengen Lärmschutzstandards) wieder attraktiver zu machen, auch um die Straßen zu entlasten.Ebenso muss sich der Bund stärker finanziell engagieren, um Pendlerverkehre umweltfreundlicher zu  machen und Mobilitätsalternativen zu bieten. Ein Großteil der Verkehre in unserer Region sind eben keine Fern(!)verkehre, für welche die Bundesfern(!)straßen eigentlich vorgesehen sind. (...)

# Umwelt 9Sep2017

Warum haben die Grünen in NRW sich nicht für einen Ausstieg aus der Braunkohle eingesetzt? Wie lange soll die Braunkohle in Deutschland noch...

Von: Oreaq Püegra

Antwort von Martin Metz
DIE GRÜNEN

(...) Zur Zukunft: Wir GRÜNEN setzen uns auf allen Ebenen, auch im Bundestag, für einen sozialverträglichen Kohleausstieg ein. Teil des Kohleausstieg ist für uns das schnelle Abschalten der 20 dreckigsten Kraftwerke, ein Fahrplan für das Ende des existierenden Braunkohlenabbaus, kein Aufschluss neuer Tagebaue und einen Fahrplan mit Enddatum für jedes Kohlekraftwerk. (...)

Sehr geehrter Herr Metz,

wir spüren es alle. Es geht immer rauher zu auf Deutschlands Straßen. Raserei, illegale Autorennen, rabbiate...

Von: U. Jntare

Antwort von Martin Metz
DIE GRÜNEN

(...) Zur besseren Überwachung sehe ich auch, dass Section Control eingeführt werden sollte. Wichtig wäre es hier, den Datenschutz zu beachten über ein geschlossenes System, das es nicht ermöglicht, Bewegungsdaten massenhaft auszulesen. (...)

# Internationales 2Aug.2017

Sehr geehrter Herr Metz,

der deutsche Umgang mit dem Syrienkonflikt ist für mich als Wähler*in ein zentrales Thema.
Deshalb möchte...

Von: Oreaq Ubefg

Antwort von Martin Metz
DIE GRÜNEN

(...) Sollte man zusehen, wenn massenhaft unschuldige Menschen leiden und sterben? Ehrlich gesagt kann ich mir einen humanitären militärischen und defensiven Einsatz z.B. zur Absicherung bestimmter Regionen als "sichere Regionen" vorstellen, wenn das vom Völkerrecht gedeckt ist. (...)

Sehr geehrter Herr Metz,

wie stehen Sie zu folgenden Themen?

1. Austritt aus der Euro Zone.

2. Auschluss und...

Von: Fgrsna Jraqyr

Antwort von Martin Metz
DIE GRÜNEN

(...) Hauptsache, den Kindern geht es gut. Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund dafür, homosexuelle Menschen von der Ehe auszuschließen. Gut, dass das vorbei ist! (...)

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