Guten Abend Herr Hagel, gerne wollte ich Sie fragen, ob die aktuellen Gasspeicherfüllstände von derzeit rund 34 % aus Ihrer Sicht problematisch sind. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Sehr geehrter Herr B.,
vielen Dank für Ihre Anfrage über abgeordnetenwatch.de.
Tatsächlich liegen die Füllstände der deutschen Gasspeicher derzeit auf einem niedrigen Niveau. Dies ist unter anderem auf einen erhöhten Verbrauch infolge teils ausgeprägter Kälteperioden im Januar zurückzuführen. Gleichwohl befindet sich Deutschland weiterhin oberhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestfüllstände von 30 Prozent zum 1. Februar. Darauf weist auch die für die Überwachung der Versorgungssicherheit zuständige Bundesnetzagentur hin.
Auch bei anhaltend niedrigen Temperaturen ist die Gasversorgungssicherheit gewährleistet. Die in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaute LNG-Infrastruktur in Deutschland und Europa ermöglicht es, ergänzend zur stabilen Hauptversorgung über norwegisches Pipelinegas, die erforderlichen Importmengen sicherzustellen. Trotz einer witterungsbedingt erhöhten globalen Nachfrage steht auf dem Weltmarkt weiterhin ausreichend Flüssigerdgas zur Verfügung.
Unbestritten ist zugleich, dass bereits jetzt der Blick auf den kommenden Winter 2026/27 gerichtet werden muss, da Deutschland diesen Winter mit vergleichsweise niedrigen Speicherständen abschließen wird. In der CDU nehmen wir die Herausforderungen in der Energieversorgung sehr ernst und arbeiten kontinuierlich daran, Lösungen zu finden, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch tragfähig sind. Unser Ansatz ist dabei klar: Wir sind offen für neue Technologien, setzen aber auf realistische Einschätzungen und wissenschaftlich fundierte Entwicklungen. Wir halten es für falsch, einzelne Technologien von vornherein auszuschließen und stehen für eine sachliche, ideologiefreie Energiepolitik.
Freundliche Grüße
Manuel Hagel MdL

