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Malu Dreyer
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Frage von Ivan D. •

Frage an Malu Dreyer von Ivan D. bezüglich Familie

Sehr geehrte Frau Dreyer,

wie stehen Sie als PolitikerIn dazu, daß ein Familienvater nach Trennung oder Scheidung sehr leicht in ein finanzielles Desaster geraten kann? So kann zum Beispiel ein Beamter, der verheiratet war und zwei Kinder hat, nach einer Scheidung zu Unterhaltszahlungen in Höhe von 1000.- Euro und mehr verpflichtet werden. Gleichzeitig sinkt sein monatliches Einkommen um jeglichen Steuervorteil und Familienzuschlag, was auch schnell mehrere hundert Euro bedeuten kann. D.h. es entsteht eine Diskrepanz von weit über 1000.- Euro. Dabei hat dieser Bürger auch noch sein eigenes Leben, mit evtl. neuer Bleibe etc., zu finanzieren! An eine neue Beziehung, gar mit weiteren Kindern, braucht dieser Mensch doch gar nicht mehr zu denken? Hört hier die Familienpolitik (Familienförderung) auf? Ist ein geschiedener Familienvater ein schlechterer Familienvater, dem deshalb weniger Vergünstigungen zustehen?

Brennender interessiert mich noch, wie Sie dazu stehen, daß in diesem unserem Lande ein Elternteil dem anderen Elternteil nach Trennung oder Scheidung die Kinder vorenthalten kann und zu guter letzt, dieser umgangsboykottierende Elternteil sich sehr leicht auch noch das alleinige Sorgerecht für die Kinder erschleichen kann?
Anregung: Wäre ein Ansatz denkbar, bei dem das Jugendamt eine Umgangsbeistandschaft leistet? Bei der Unterhaltsbeistandschaft funktioniert dies ja bereits sehr gut.
Allein 2004 waren 9541 Kinderin RLP von der Scheidung der Eltern betroffen. Leider gibt es keine genauen Erhebungen, wieviele Kinder innerhalb kurzer Zeit zu Scheidungs-halb-Waisen wurden. Jedes einzelne Kind, ist eins zuviel!

Mich interessiert nicht, was Sie daran ändern möchten. Mich interessiert nur Ihre persönliche Meinung dazu.

Mit freundlichen Grüßen!

Ivan Dzananovic

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