Können sie beantworten, warum vergangene Klausuren für z.B. die zentralen Abschlussprüfungen nicht öffentlich einsehbar sind?
Ich gebe neben meinem Studium Nachhilfe in Mathematik und habe aktuell viel Schüler, die eben bald ihre zentralen Abschlussprüfungen schreiben werden. Hierbei ist mir aufgefallen, dass es für mich nicht möglich ist selber an ältere ZPs zu gelangen. Dies ist aus meiner Sicht ein Problem, da insbesondere die neueren ZPs eben sehr gut als Wiederholungsmaterial verwendet werden könnten, da diese meist aktuellere Aufgabentypen haben etc. und es somit leichter wäre in meinem Fall jetzt mit den Schülern, aber auch für engagierte Schüler an sich, thematische Schwächen zu identifizieren und direkt mit geeigneten Aufgaben an diesen Schwachstellen zu arbeiten. Zudem sind diese Prüfungen ja allesamt bereits geschrieben worden, weswegen es aus meiner Sicht wenig Sinn macht diese nicht öffentlich zugänglich zu machen nachdem sie geschrieben wurden. Ich würde mich diesbezüglich sehr über eine Antwort freuen.
Sehr geehrter Herr K.,
Vielen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie sich so engagiert für Ihre Schülerinnen und Schüler einsetzen. Ihr Anliegen ist absolut nachvollziehbar. Gerade für die Vorbereitung auf zentrale Abschlussprüfungen sind ältere Prüfungen ein wertvolles Übungsmaterial – sowohl für Lehrkräfte und Nachhilfegebende als auch für motivierte Schülerinnen und Schüler, die selbstständig arbeiten möchten.
Grundsätzlich sind die ZP-Aufgaben nach ihrer Durchführung verfügbar, allerdings liegt ein großer Teil der Nutzungsrechte nicht beim Land, sondern bei den Verlagen. Dadurch dürfen sie nicht einfach frei veröffentlicht werden, sondern müssen – ähnlich wie andere urheberrechtlich geschützte Materialien – über entsprechende Hefte oder Plattformen erworben werden. Für die vergangenen Jahre bietet der Stark-Verlag solche Sammlungen an.
Ich danke Ihnen nochmals für Ihr Engagement – und wünsche Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zu den Prüfungen.
Viele Grüße,
Lena Zingsheim-Zobel

