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Lena Teschlade
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Frage von Kornelia H. •

Warum muss man als Arbeitnehmer länger arbeiten ? Warum müssen Arbeitnehmer oft mit weniger Geld auskommen , wie jemand, der nicht arbeiten geht?

Guten Tag,

ich habe so etwas noch nie gemacht. Aber ich bin mittlerweile sehr verärgert.

zur Zeit wird über das Renteneinstiegsalter diskutiert. Es ist nicht richtig, Arbeitnehmer bis ins hohe Rentenalter arbeiten zu lassen. Denken sie an Handwerker , die achwere Sacgen tragen müssen, Verkäufer, die lange stehen müssen und das über 65. Warum wird nicht bei Sozialbetrug gehandelt , bei Leuten, die ohne Arveit mehr ausgezahlt bekommen, die mindestens 5 Tage die Woche zur Arbeit fahren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die meist zu spät kommen. Die Politik setzt falsche Zeichen. Wer arbeitet wird bestraft. Das ist nicht richtig. Warum bekommen Politiker nach 5 Jahren eine Rente oder ähnliches. Arbeitnehmer möchte man aber die Rente madig machen. Man sollte schon sehen, wer durch sein Zutun etwas für die Allgemeinheit macht. Und nicht dafür am Ende bestraft wird.

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Antwort von SPD

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich kann gut nachvollziehen, dass bei vielen Menschen der Eindruck entsteht, Arbeit würde sich finanziell kaum noch lohnen, besonders wenn man steigende Lebenshaltungskosten und die oft komplexen Sozialleistungen betrachtet. Diese Sorge nehme ich sehr ernst.

Allerdings zeigen die verfügbaren Berechnungen, dass Erwerbsarbeit in der Regel weiterhin einen spürbaren finanziellen Vorteil gegenüber dem Bürgergeldbezug bietet. Hier einige Beispiele: Ein alleinstehender Vollzeitbeschäftigter mit Mindestlohn verfügt je nach Wohnsituation im Mittel über 557 € mehr im Monat als eine vergleichbare Person im Bürgergeldbezug. Gleiches gilt für Familien. Mit zwei Kindern hat eine Familie mit Alleinverdiener Modell 660 € mehr als eine Familie im Bürgergeldbezug (Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/mindestlohn-buergergeld-100.html). Die oft genannte Behauptung, dass man durch Arbeit finanziell schlechter gestellt werde, bestätigt sich in diesen Berechnungen nicht.

Deshalb möchte ich Ihrer Aussage, wer arbeitet werde bestraft, respektvoll widersprechen. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass Arbeit nicht nur ein wenig, sondern deutlich mehr finanzielle Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen muss. Dafür setze ich mich ein.

Was die Rente angeht, setze ich mich dafür ein, dass auch Selbstständige sowie Politikerinnen und Politiker Teil der gesetzlichen Rentenversicherung werden. Dass Politikerinnen und Politiker bereits nach fünf Jahren Parlamentszugehörigkeit eine volle Rente erhalten würden, entspricht nicht den Tatsachen. Die Abgeordneten in NRW zahlen einen Teil ihrer Bezüge in ein Versorgungswerk ein und erhalten daraus später Leistungen, ähnlich einer zusätzlichen Altersvorsorge.

Dass Menschen heute länger arbeiten müssen, hängt vor allem mit der gestiegenen Lebenserwartung und den niedrigeren Geburtenzahlen zusammen. Als unser heutiges Rentensystem geschaffen wurde, waren diese Entwicklungen in diesem Ausmaß nicht absehbar. Deshalb sind Reformen notwendig. Dabei muss jedoch immer berücksichtigt werden, dass die Belastungen je nach Beruf sehr unterschiedlich sind. Meine Kolleginnen und Kollegen im Bundestag, die sich mit der Rentenpolitik beschäftigen, haben genau diese Frage im Blick.

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