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Lena Saniye Güngör
Die Linke
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Frage von Inka H. •

Sind sie für die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung? Und wenn ja, bezieht sich die Lebenserwartung auf Beamte und Politiker oder die der körperlich hart arbeitenden Bevölkerung?

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Antwort von Die Linke

Wir als Linke lehnen die Anhebung des Renteneintrittsalters und dessen Verknüpfung mit der Lebenserwartung ab. Aktuelle Studien zeigen: Die Lebenserwartung ist im Bundesdurchschnitt zwischen 2011 und 2024 lediglich um 0,08 Jahre gestiegen – kaum messbar. Wer die Regelaltersgrenze daran koppeln will, ignoriert die realen Lebensverhältnisse vieler Menschen.

Menschen, die körperlich hart arbeiten – ob auf dem Bau, in der Pflege oder am Fließband – haben eine kürzere Lebenserwartung und bekommen damit schlicht weniger Rente. Sie zahlen ein Leben lang ein, oft unter enormer körperlicher Belastung, und sollen nun noch länger arbeiten. Es ist mehr als ironisch, wenn Politiker, die selbst nie eine schwere körperliche Tätigkeit ausgeübt haben, vom Schreibtisch aus entscheiden, dass alle länger arbeiten müssen. Wer Rentengerechigkeit ernst nimmt, muss anerkennen: Nicht alle Menschen altern gleich.

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