Wie stehen Sie zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz?
Die ambulante Psychotherapie ist bereits heute an ihrer Belastungsgrenze. Psychotherapeutische Leistungen sind zeitgebunden und können weder verdichtet noch delegiert werden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen kontinuierlich an. Immer mehr Betroffene suchen aufgrund der zunehmenden Entstigmatisierung und des wachsenden Leidensdrucks professionelle Hilfe – oft mit langen Wartezeiten.
Als angehender Psychotherapeut sehe ich meine berufliche Zukunft und vor allem die Versorgung der Patientinnen und Patienten gefährdet. Sollte die im Gesetzentwurf vorgesehene Begrenzung bisher extrabudgetär vergüteter Leistungen umgesetzt werden, drohen wirtschaftliche Einschränkungen für psychotherapeutische Praxen. Dies würde die ohnehin angespannte Versorgungssituation weiter verschärfen und könnte dazu führen, dass weniger Therapieplätze angeboten werden.

