Eine Frau mit blonden, schulterlangen Haaren blickt freundlich und selbstbewusst in die Kamera. Sie trägt eine schwarze Jacke mit goldenen Streifen. Im Hintergrund ist eine unscharfe städtische Szene mit Menschen und Gebäuden zu erkennen, die eine lebendige Atmosphäre vermittelt.
Lea Reisner
Die Linke
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Frage von Michael P. •

Sehr geehrte Frau MdB Reisner, wie konnte sich in Ihrem pers. Wahlkreis Köln II ein widerwärtiger & abschreckender Drogen-Hotspot am Neumarkt etablieren, der zunehmend zum "Gesicht der Stadt" wird ?

Sehr geehrte Frau MdB Reisner,
Sie haben über Ihren Wahlkreis Köln II ein Listen-Mandat für den Bundestag erlangt.

Was empfinden Sie heute - als Volksvertreterin - wenn Sie den widerwärtigen Drogen-Hotspot Neumarkt in ihrem heimischen Wahlkreis Köln II besuchen ? :

https://www.ksta.de/koeln/koelner-innenstadt/altstadt-sued/puzta-huette-koelner-lokal-leidet-unter-drogenszene-am-neumarkt-1-1123814
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/koeln-neumarkt-innenminister-reul-100.html

Warum wurde - politisch - ein Drogen-Hotspot mitten in einem vitalen Wohn- & Geschäftsviertel etabliert, der jeden Besucher & Bürger anwidert und abschreckt ?

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/drogenszene-koelner-neumarkt100.html

Warum schaffen es andere Städte in DE, ihre Drogen-Hotspots aktiv zu beseitigen - und warum schafft Ihr persönlicher Heimat-Wahlkreis Köln II das genau nicht, Frau MdB Reisner ?

Ist der Drogen-Hotspot Neumarkt das "Gesicht" UNSERER Heimatstadt KÖLN ?

MfG
Michael P.

Eine Frau mit blonden, schulterlangen Haaren blickt freundlich und selbstbewusst in die Kamera. Sie trägt eine schwarze Jacke mit goldenen Streifen. Im Hintergrund ist eine unscharfe städtische Szene mit Menschen und Gebäuden zu erkennen, die eine lebendige Atmosphäre vermittelt.
Antwort von Die Linke

Sehr geehrter Herr P.

Der Neumarkt beschäftigt mich tatsächlich – nicht weil er mich "anwidert", sondern weil ich mir wünsche, dass die Menschen, die man dort sieht, bessere Unterstützung bekämen.

Was wir am Neumarkt sehen, ist kein Politikversagen in dem Sinne, dass irgendjemand "einen Drogenhotspot etabliert" hätte. Was wir sehen, sind Menschen in Suchtkrisen, denen das Hilfesystem nicht ausreichend zur Verfügung steht: zu wenig Drogenkonsumräume, zu wenig Sozialarbeiter*innen, zu wenig bezahlbarer Wohnraum. Wer keine Wohnung hat, ist auf der Straße. Das ist keine kölnische Besonderheit – das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Unterfinanzierung sozialer Infrastruktur, überall.

Die Frage, warum andere Städte das "besser hinbekommen", lohnt sich zu stellen – aber die ehrliche Antwort ist meistens nicht mehr Polizei, sondern mehr Hilfsangebote. Städte wie Frankfurt oder Hamburg haben genau das investiert: niedrigschwellige Versorgung, Drogenkonsumräume, Sozialarbeit vor Ort. Das funktioniert nachweislich.

Wir als Die Linke stehen für eine Drogenpolitik, die auf Schadensminimierung und Entkriminalisierung setzt statt auf Repression. Die Kriminalisierung von Konsumierenden reduziert den Drogenkonsum nicht. Die Linke im Bundestag. Sie treibt Menschen in die Illegalität, macht Hilfe schwerer erreichbar und bindet Polizeiressourcen, die anderswo fehlen. Statt der Verdrängung von Obdachlosen und Suchtabhängigen aus den Innenstädten braucht es einen Ausbau der Sozialarbeit vor Ort. Deutscher Hanfverband

Das ist meine Antwort auf den Neumarkt: nicht Wegschauen, nicht Wegschieben – sondern hinschauen und helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Lea Reisner

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