Katrin Altpeter
SPD
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Frage von Unegzhg Teramqöesre an Katrin Altpeter bezüglich Verkehr und Infrastruktur

# Verkehr und Infrastruktur 22. Juli. 2010 - 13:59

Sehr geehrte Frau Altpeter,

ich möchte Ihnen heute eine aktuelle Erfahrung mit der S-Bahn in Ihrem Wahlkreis zur Kenntnis geben und Sie nach Ihrer Meinung zur VVS-Tarifstruktur fragen.
Gestern haben ein Freund und ich die S-Bahn von Endersbach nach Backnang als Anfahrt für eine Radtour durchs Murr-, Neckar- und Remstal benutzt und mussten dafür eine Fahrkarte für 4 Zonen zu 4,40 Euro lösen. Wegen der langen Umsteigezeiten am Bhf Waiblingen (20 Min.) dauert die Fahrt 45 Min (nur S-Bahn) bzw. 35 Min (mit Regionalbahn). Wenn ich die Fahrstrecke und Zeit mit einer S-Bahnfahrt im Kernbereich Stuttgart, z.B. von Fellbach bis S-Rohr vergleiche, so muss ich dafür nur 2 Zonen = 2,45 Euro bezahlen und benötige unter 30 Min.
Ich finde, dass dieses Beispiel die ungerechte Tarifstruktur der VVS-Aussenbereiche deutlich macht und speziell am Bhf. Waiblingen das kundenunfreundliche Umsteigen von der S2 zur S3 und umgekehrt aufzeigt.
Meine Vorschlag wäre, die Tarifstruktur dahingehend zu ändern, dass auch in den Landkreisen um Stuttgart maximal 2 Zonen ausgewiesen werden und damit das S-Bahnfahren endlich attraktiver wird.

Von: Unegzhg Teramqöesre

Antwort von Katrin Altpeter (SPD) 23. Sep. 2010 - 14:26
Dauer bis zur Antwort: 2 Monate 3 Tage

Sehr geehrter Herr Grenzdörfer,

die Landespolitik hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Preis- und Zonenpolitik der VVS.
Ich habe Ihre Anfrage jedoch meinen Kollegen des zuständigen Regionalparlaments weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Altpeter

Ergänzung von Katrin Altpeter (SPD) 08. Okt. 2010 - 14:06
Dauer bis zur Antwort: 2 Monate 2 Wochen

Sehr geehrter Herr Grenzdörfer,

um meine vorab gegebene Antwort zu vervollständigen, möchte ich Ihnen folgendes mitteilen.

Die SPD-Regionalfraktion hat bereits im Jahr 2005 eine Vereinfachung der VVS-Tarifzonenstruktur beantragt. Begründung: Die Preise sind unübersichtlich, unklar, vor allem auf den langen Strecken in den Kreisen unattraktiv und in den Kreisen bekommt der Kunde zum gleichen Preis ein viel schlechteres Angebot als im Kern der Region. Daraufhin gab es eine Untersuchung des VVS, die ergab, dass die Bedenken der SPD nicht zuträfen und eine Veränderung unnötig sei. Begründet wurde dies mit Fahrgeldeinnahmensverlusten bei einer Reduzierung der Tarifzonen, außerdem käme es zu "Überlängen" einiger Verbindungen. Das Thema stand nichts desto trotz wieder im Wahlprogramm 2009 der SPD in der Region Stuttgart. Und sie wird, wenn im Regionalparlament über die Struktur des VVS geredet wird, das Thema wieder aufgreifen.

Hilfreich wäre laut SPD-Regionalfraktion, wenn sich Bürger und Bürgerinnen mit dem gleichen Anliegen an den VVS wenden. Denn dieser wischt die Forderungen der SPD immer mit dem Argument vom Tisch, dass eine solche Tarifvereinfachung von den Fahrgästen nicht nachgefragt würde. Ich fürchte allerdings, dass hier das zu bohrende Brett besonders dick sein wird.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Altpeter