Frage an Katja Mast von Tnoevryr Fpuzvgg-Peninnpx bezüglich Soziales

02. September 2009 - 18:15

Sehr geehrte frau Mast,
ich bin seit über zehn Jahren als Referentin für Deutsch bzw. Deutsch als Fremdsprache tätig und konnte noch immer keine Festanstellung bekommen. Die Honorare für Kursleitende in Integrationskursen und ähnlichen Bildungsangeboten erreichen nach Abzug aller zu zahlenden Leistungen ungefähr das der Armutsgrenze bzw. Harz IV. Die Stundensätze sind rapide nach unten gesackt. (Von ehemals ca 23 bis nun auf z.T. 10!!! Euro) Bekanntlicherweise sind die Honorarkräfte für die Kranken- und Rentenversicherungen selbst verantwortlich und werden im Krankheitsfall und im Urlaub nicht bezahlt. Das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge hat eigens eine Qualifizierung für diese Lehrkräfte eingerichtet, um besser im Angebot zu sein - was auch vollkommen richtig ist. Wie erklärt sich aber dann der Umstand, dass die Qualifizierten mit einem Hungerlohn abgespeist werden, von dem z.B. eine allein erziehende Mutter oder Vater für die Familile nicht mehr ausreichend sorgen kann?
Auch kann ich die Haltung der Städte und Kommunen nicht verstehen, wenn sie partout ihre Mitarbeiter nicht sozialversicherungspflichtig anstellen.
Wenn ich von meinem Honorar monatlich 100 Euro freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen würde, bekäme ich etwa um die 5 (!!!) Euro Rente. Sie können sich denken, dass man mit diesen Aussichten keine Lust hat, überhaupt ins Rentenalter zu gelangen!

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Schmitt-Cravaack

Frage von Tnoevryr Fpuzvgg-Peninnpx