Was tun Sie gegen die Kürzungen in der psychotherapeutischen Versorgung?
Sehr geehrte Frau Dröge,
Ich wende mich persönlich an Sie, aufgrund der für morgen geplanten Abstimmung über die Änderungsanträge, welche massive Auswirkungen auf die psychotherapeutische Versorgung und uns als Behandler*innen haben. Ich habe vor Kurzem meine Ausbildung zur Psychotherapeutin abgeschlossen, habe mehrere 10.000 Euro Schulden auf mich genommen, um diesen Beruf mit bestem Wissen und Gewissen für unsere Gesellschaft ausführen zu können und fühle mich neben Budgetierungen und Kürzungen insbesondere durch die geplante Streichung des verfassungsrechtlichen Schutzes einer angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Leistungen in meiner Existenz bedroht. Ich habe über 10 Jahre Ausbildung hinter mir, welche ich teils unter Mindestlohn-Bedingungen und mit viel persönlichen Einbußen im März diesen Jahres abgeschlossen habe.
Daneben stellen die geplanten Beschlüsse eine riesige Gefahr für unseren Sozialstaat dar, die Folgen werden deutlich mehr kosten als jetzt eingespart wird.
