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Karl Kessner
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Frage von Birgit R. •

Welche Meinung haben Sie zur bestehenden Asylpolitik. Was würden Sie eventuell anders regeln.

Sehr geehrter Herr Kessner,

Arbeit soll sich wieder lohnen. Das ist für mich nicht nur ein Slogan sondern eine Selbstverständlichkeit. Mecklenburg Vorpommern braucht Fachkräfte, auch ausländische Fachkräfte mit guten Deutschkenntnissen und Fachkompetenz. Aber sorgt die bestehende Asylpolitik dafür?

Ich bin nicht für radikale Lösungen aber so wie es sich zur Zeit in diesem Bereich für mich darstellt, kann es meiner Meinung nach kein weiter so geben.

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Antwort von FREIE WÄHLER

Sehr geehrte Frau R.,

vielen Dank für Ihre Frage. 

Der Slogan stammt zwar häufig von anderen politischen Aktueren aber ist in der Sache natürlich wichtig. Ich für mich deute diesen aber eher so, dass es stets lukrativer sein sollte zu Arbeiten, als von Sozialleistungen zu leben.

Auch bzgl. der Fachkräfte stimmen ich Ihnen zu. Da die Geburtenrate in M-V besonders niedrig ist, sind wir auf Zuwanderung angewiesen, um unseren Lebensstandard zu erhalten. Gerne soll die Geburtenrate aber auch wieder steigen.

Ich möchte an dieser Stelle deutlich machen, dass Asylpolitik ein bundespolitisches Thema ist. Dennoch sind Erstaufnahme, Unterbringung, Versorgung und soziale Betreuung Aufgaben der Länder. Hier müssen, wie Sie es beschreiben, die Voraussetzungen bspw. mit ausreichend Kapazitäten für Deutschkurse geschaffen werden.

Aktuell besteht der Eindruck, dass die Zuwanderung vornehmlich in Sozialsysteme erfolgt. Dies gilt es natürlich zu verhindern. Die Integration auf Ebene der Kindertagesstätten und Schulen ist hierbei der erste Schritt. Weiterführend sollen landeseigene Sprach- oder Integrationsangebote dafür sorgen, den Fachkräftebedarf mit Zugewanderten, zumindest teilweise, zu decken.

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