Wie stehen Sie und Ihre Partei zu ehemaligen Gastarbeitern, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, integriert und inzwischen deutsche Staatsbürger sind – gehören sie für Sie uneingeschränkt zu D.?
Viele Menschen kamen vor Jahrzehnten als sogenannte Gastarbeiter nach Deutschland, haben hier gearbeitet, Familien gegründet, Steuern und Sozialabgaben gezahlt und die deutsche Gesellschaft mit aufgebaut. Viele sind heute eingebürgert und deutsche Staatsbürger. Mich interessiert deshalb, ob Sie diese Menschen unabhängig von ihrer Herkunft als selbstverständlichen und gleichberechtigten Teil Deutschlands ansehen und wie Ihre Partei deren Zukunft in Deutschland beurteilt.
Ja, selbstverständlich.
Wer seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, hier gearbeitet, Familien gegründet und seinen Beitrag zu unserer Gesellschaft geleistet hat, gehört zu unserem Land.
Für mich ist dabei nicht entscheidend, wo jemand oder seine Eltern geboren wurden. Entscheidend ist, ob jemand Deutschland als seine Heimat angenommen hat, sich mit unserem Land und unserer Gesellschaft identifiziert und Teil dieser Gesellschaft ist.
Gerade die ehemaligen Gastarbeiter und ihre Familien haben über Jahrzehnte zum wirtschaftlichen Aufbau und zum gesellschaftlichen Leben in Deutschland beigetragen. Wer heute deutscher Staatsbürger ist und seit Jahrzehnten hier lebt und integriert ist, gehört für mich selbstverständlich und uneingeschränkt zu Deutschland.
Ich unterscheide sehr deutlich zwischen solchen Menschen und der politischen Frage, wie Deutschland mit ungesteuerter Migration und fehlender Integration umgehen sollte. Das eine gegen das andere auszuspielen, halte ich für falsch.
Beste Grüße

