Guten Tag Frau Hamburg, ist die Poollösung bei Schulbegleitung sinnvoll, wenn mehr Kinder betreut werden, aber Bezahlung und Qualifikation oft fehlen?
Guten Tag Frau Hamburg, ist die neue Poollösung bei Schulbegleitungen nicht eine Mogelpackung, wenn mehr Kinder betreut werden sollen, aber keine bessere Bezahlung erfolgt und Schulbegleitungen oft ohne Ausbildung eingesetzt werden? Ist das pädagogisch sinnvoll?
Guten Tag,
vielen Dank für Ihre Frage. Eine Poollösung bei Schulbegleitungen kann sinnvoll sein, aber nur dann, wenn sie nicht als Sparmodell verstanden wird. Ziel darf nicht sein, dass eine Person einfach mehr Kinder „mitbetreut“, sondern dass Unterstützung verlässlicher, flexibler und pädagogisch besser eingebunden wird.
Gerade in Klassen mit mehreren Schulbegleitungen kann ein gut organisiertes Poolmodell Vorteile haben: Ausfälle können besser aufgefangen werden, Zuständigkeiten können sinnvoller verteilt werden und die Unterstützung kann stärker in den Schulalltag eingebunden werden. Voraussetzung bleibt aber, dass der individuelle Bedarf des jeweiligen Kindes berücksichtigt wird und die Eltern einbezogen werden. So werden Kinder mit einem erhöhten Bedarf auch weiterhin das Recht auf eine eigene Schulbegleitung haben.
Ihre Kritik an Bezahlung und Qualifikation nehmen wir sehr ernst. Inklusion gelingt nicht durch Strukturveränderungen allein, sondern braucht gut qualifiziertes Personal, klare Aufgabenprofile, gute Zusammenarbeit mit Lehrkräften und verlässliche Arbeitsbedingungen. Deshalb darf die Poollösung kein Ersatz für bessere Standards und eine Stärkung multiprofessioneller Teams an Schulen sein, sondern kann nur ein Baustein von vielen sein.
Mit freundlichen Grüßen
Team Hamburg

