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Jürgen Trittin
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Die STOA des EU Parlaments veröffentlicht 7-21 eine Metastudie zur Auswirkung von 5G, fordert weitere Studien und bis dahin Ausbaustopp. Haben Sie die Studie gelesen, was werden Sie tun?

Guten Tag!
Das Science Technology Options Assessment Komitee (STOA) des Europaparlaments veröffentlichte im Juli 21 eine Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen von 5G.
Darin wird gefordert, die biologischen Effekte von 5G, besonders die Frequenz zwischen 6 und 300 GHZ, bei Menschen aber auch Flora und Fauna weiter zu untersuchen und bis dahin einen Ausbaustopp zu verfügen.
Andernfalls sei es „ein Experiment an der menschlichen Bevölkerung, in kompletter Unkenntnis der Konsequenzen“ (https://www.europarl.europa.eu/stoa/en/document/EPRS_STU(2021)690012).
Vor allem sei es ein Fehler, die nichtthermischen Auswirkungen nicht zu untersuchen, was bislang nicht gemacht wurde. Die Studienlage werde oft verharmlost, die Richtlinien der ICNIRP hätten keine ausreichende Schutzfunktion.
Dies sind die Ergebnisse einer fundierten Metaanalyse, keine „Verschwörungstheorien“
Was werden Sie tun, um die Bevölkerung vor so einem Massenexperiment ohne ausreichende Studienlage zu schützen?
LG

Frage von Eva M. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 3 Wochen 5 Tage

Sehr geehrte Frau M.,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir als Grüne sehen uns in der Verantwortung, die Potentiale neuer Technologien genauso in den Blick zu nehmen wie mögliche Gesundheitsgefahren. Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit vorausgesetzt, können digitale Technologien die Lebensqualität vieler Bürger*innen durch z.B. eine Verkehrsvermeidung steigern. In der heutigen digitalen Welt ist der Zugang zum Breitbandinternet darüber hinaus zentral für die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben.

Der Schwerpunkt der Grünen Breitband-Strategie liegt auf dem Ausbau eines intelligent ausgebauten Glasfasernetzes. In Bezug auf den Ausbau des 5G-Netzes ist für uns zentral, dass ein hohes Schutzniveau für Umwelt und Gesundheit bei elektromagnetischen Feldern gewährleistet ist.

Letztlich ist mir wichtig hervorzuheben, dass es Aufgabe der zukünftigen Bundesregierung sein wird, durch eigene, weitere Vorhaben seriöse Daten zu sammeln und dafür Forschungsprojekte zu verstärken. Es ist dabei zentral, den Wissenstand zu Wirkungen von elektromagnetischer Strahlung klar zu kommunizieren, um Unsicherheiten und Missverständnisse beim Thema Mobilfunk in der Bevölkerung entgegenzuwirken.

Mit besten Grüßen

Jürgen Trittin

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