Warum entsteht eine wachsende Kluft zwischen der Entwicklung der Nominallöhne (und Abgeordnetendiäten) und der Besoldung/TV-L?
Sehr geehrter Herr Dömeier,
wenn man die Historie der letzten Jahre betrachtet, öffnet sich eine massive Schere zwischen der Entwicklung des TV-L (und damit der Beamtenbesoldung) und dem Nominallohnindex/Diätenanpassung.
Hier eine Übersicht der Steigerungen (TV-L / Nominallohnindex / Diätenentwicklung):
2021: 1,29% / 3,6% / -0,9%
2022: 0,00% / 2,8% / 2,4%
2023: 2,80% / 5,4% / 2,0%
2024: 2,30%* / 4,8% / 6,2%
2025: 5,50% / 4,9% / 5,4%
(*Sockel 200€ von Diät)
In der Summe ergibt dies eine Diskrepanz von fast 10 Prozentpunkten zu Ungunsten der Landesbediensteten.
Warum muss die Besoldung diesem schlechten Pfad folgen, Ihre Diät aber nicht? Beamte sind keine Tarifvertragspartei, die Parameter des BVerfG sind Tariflohn, Nominallohn, Inflation, Quervergleich und Abstandsgebot. Andere öffentliche TVs sind viel attraktiver (TVöD, AOK, ÖRR). Warum sind Menschen im TV-L drittklassig hinter diesen Premium Verträgen und warum müssen die Beamtengehälter am schlechtesten Parameter bemessen werden?

