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Joachim Herrmann
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Frage von Felix B. •

Warum tolerieren Sie und die CSU, dass Kinder und Rentner nicht vor Hitze geschützt werden? Was werden Sie persönlich unternehmen, um das zu ändern?

Guten Tag Herr Hermann, die aktuelle Hitzewelle sorgt besonders in Frankreich schon für über 1000 Tote (28.06). Es werden ähnliche Zahlen auch für Deutschland erwartet. Besonders Kinder und Rentner/Pflegebedürftige werden dabei im Stich gelassen. Besonders, da Förderungen des Bundes auch eingestellt werden.
https://taz.de/Hitzeschutz-fuer-Pflegeheime-und-Kitas/!6159518/Bis wann werden alle Kitas und Pflegeheime mit Klimagärten ausgestattet sein? Sehen Sie es kritisch, dass es weder vom Kanzler noch von jemandem der drei Regierungsparteien eine Äußerung zu dieser aktuellen tödlichen Krise gibt?Was machen Sie persönlich, damit wir ein kompetentes Hitzeschutzkonzept bekommen, das alle schützt?Mit freundlichen Grüßen
F. B.

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 28. Juni 2026. Jede Zuschrift ist mir ein persönliches Anliegen. Gleichzeitig weise ich darauf hin, dass Fragen zur Bundespolitik nicht in meinen Zuständigkeitsbereich als Bayerischer Innenminister fallen. Für den Gesundheitsschutz bei hohen Temperaturen ist in Bayern das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege zuständig. Informationen und Angebote des Ministeriums finden Sie unter https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/hitze/.

Kommunale Hitzeaktionspläne sind ein zentraler Baustein des Gesundheitsschutzes und der regionalen Klimaanpassung. Sie enthalten unter anderem Warn‑ und Informationsketten, kurzfristige Schutzmaßnahmen (z. B. kühle Anlaufstellen, angepasste Dienst‑ und Besuchsregelungen, ausreichende Trinkwasserversorgung) sowie mittelfristige bauliche und grüne Maßnahmen (Verschattung, Begrünung, Klimagärten) und bilden damit die Grundlage kommunaler Anpassungsstrategien. Das Bayerische Kompetenzzentrum für Gesundheitsschutz im Klimawandel beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterstützt die praktische Umsetzung. Dort ist zum Beispiel für Oktober 2026 ein Fachtag zur Hitzeanpassung in der Pflege geplant. Ich gebe Ihnen recht: Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Erkrankte sowie Säuglinge und Kleinkinder — ihr Schutz hat höchste Priorität.

Darüber hinaus setzt sich das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) für Klimaschutz und Klimaanpassung ein und arbeitet an Maßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen der Erderwärmung, siehe auch https://www.stmuv.bayern.de/themen/klimaschutz. Dabei unterstützt es Initiativen für klimagerechten Städtebau und Maßnahmen, die zum Hitzeschutz und zur Erhöhung der Resilienz vor Ort beitragen. Wie Sie sehen, treibt die Bayerische Staatsregierung die Umsetzung entsprechender Maßnahmen kräftig voran, um die Bevölkerung bestmöglich vor Hitze zu schützen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Herrmann, MdL

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