Wie wollen Sie verhindern, dass die Elterngeldreform Familien finanziell überfordert, den Betreuungsmangel verschärft und angesichts sinkender Geburtenzahlen die Familiengründung zusätzlich erschwert?
Sehr geehrter Herr Ebmeyer,
der Gesetzentwurf soll Väter stärker in die Elternzeit einbinden. Gleichzeitig bleibt das Elterngeld mit maximal 1.900 Euro für viele Hauptverdiener weit unter dem bisherigen Einkommen. Wie sollen sich Familien drei Monate Elternzeit des Hauptverdieners leisten können? Ist nicht zu erwarten, dass manche deshalb bereits ab dem 10. Lebensmonat ihres Kindes eine Betreuung benötigen? Dabei fehlen vielerorts schon heute Krippenplätze, der Rechtsanspruch besteht erst ab dem vollendeten 1. Lebensjahr. Wurden diese Folgen ausreichend geprüft? Und wurde berücksichtigt, dass eine weitere Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen junge Paare angesichts der bereits sinkenden Geburtenrate zusätzlich von einer Familiengründung abhalten könnte? Werden Sie sich für Änderungen an diesem Entwurf einsetzen?

