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Jakob Blankenburg
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Frage von Sascha H. •

Sind Sie für die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland?

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin kam in ihrem Abschlussbericht von 2024 zu dem Schluss, dass die Leihmutterschaft eine Reihe ethischer, rechtlicher und praktischer Fragen aufwirft. Selbst bei altruistisch angelegten Modellen sah die Kommission die Gefahr, dass Regelungen umgangen werden könnten oder es zu Missbrauch kommt. Gleichzeitig hielt sie fest, dass eine Legalisierung unter sehr engen, klar definierten Voraussetzungen grundsätzlich denkbar wäre.

Ich halte eine Öffnung für die altruistische Form in eng definierten Grenzen für einen bedenkenswerten Weg. Die Leihmutter würde dabei keine Bezahlung für die Schwangerschaft selbst erhalten, sondern lediglich ihre tatsächlich entstandenen Kosten erstattet bekommen, etwa für die medizinische Versorgung. 

Dabei ist mir wichtig, auch die bestehende Praxis mitzudenken. Schon heute weichen Paare mit Kinderwunsch, die es sich leisten können, ins Ausland aus, wo Leihmutterschaften teils in einem rechtlichen Umfeld stattfinden, das Frauen nur eingeschränkt vor Ausbeutung schützt. Eine klar geregelte Lösung in Deutschland könnte aus meiner Sicht mehr Schutz bieten als ein Verbot, das die Praxis lediglich ins Ausland verlagert.

Wir werden die weiteren Debatten zu diesem Thema deshalb künftig aufmerksam und kritisch begleiten.

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