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Heike Baehrens
SPD
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Wird im Gesundheitsausschuss der starke Geburtenrückgang und der extreme Anstieg von Totgeburten um 24% diskutiert und kann ein Zusammenhang mit Impfungen ausgeschlossen werden?

Sehr geehrte Frau Baehrens,
die neusten Daten des statistischen Bundesamtes zur aktuellen Geburtenrate und den massiven Anstieg von Totgeburten um 24% finde ich sehr beunruhigend. Ich verweise auf:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Gebu…
und
https://www.welt.de/wissenschaft/article239929845/Statistisches-Bundesa…
Ca. 9 Monate nach Beginn der Covid-Impfungen auch für Jüngere fällt die Geburtenrate stark ab, die Gründe scheinen unklar. Bezüglich unterschätzte Risiken bei Impfstoffen verweise ich auf:
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pan…
Wäre es nicht sinnvoll mittels einer Studie (geimpft versus ungeimpft) zu ermitteln, ob sich beide Gruppen diesbzgl. voneinander unterscheiden (Totgeburten / Geburtenrate) und so ggf. einen möglichen Zusammenhang mit Impfungen auszuschließen? Setzen Sie sich dafür ein?

Frage von Jörg S. am
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Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 5 Tage

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre Anfrage. internationale Studien zeigen, dass Menschen sich in unsicheren Zeiten seltener dafür entscheiden, Kinder zu bekommen. Die Gründe dafür sind vielfältig – ein direkter Zusammenhang der Geburtenzahlen mit den COVID-19-Impfungen konnte jedoch bisher in keiner Studie nachgewiesen werden. Ganz im Gegenteil empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) ja sogar ausdrücklich schwangeren Frauen, sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel impfen zu lassen. Grund für diese Impfempfehlung sind die beschrieben Risiken für einen schweren Verlauf von COVID-19 bei Schwangeren sowie eine deutlich verbesserte Datenlage, die bisher kein gehäuftes Auftreten von schweren unerwünschten Nebenwirkungen nach der Corona-Schutzimpfung bei Schwangeren zeigt. Die bisher vorliegenden Daten zur Sicherheit zeigen kein gehäuftes Auftreten von Tot- oder Frühgeburten.

Generell werden Impfstoffe - wie andere neu zugelassene Arzneimittel - auch nach der Zulassung weiterhin auf ihre Sicherheit überprüft, um sehr seltene Nebenwirkungen zu erfassen. Ein Bestandteil dieser Nachbeobachtung (Surveillance) ist beispielsweise die Analyse der Spontanmeldungen von Verdachtsfällen auf Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen. Bei den Impfstoffen gegen COVID-19 werden noch weitere, auch aktive Sicherheitsstudien durchgeführt. So führt beispielsweise das Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum (PVZ) für Embryonaltoxikologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin derzeit eine vom Bundesministerium der Gesundheit geförderte Beobachtungsstudie zur Sicherheit der neuen Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 in der Schwangerschaft durch. Die statistische Endauswertung wird für 2023 erwartet.

Mit freundlichem Gruß

Heike Baehrens

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