Fragen und Antworten
Die beschlossenen Regeln zur Neuen Gentechnik sind aus meiner Sicht ein schwerer Rückschritt. Für NGT-1-Pflanzen entfallen zentrale Vorgaben zur Risikobewertung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung. Damit wird die Wahlfreiheit der Verbraucher*innen deutlich eingeschränkt. Zugleich drohen eine weitere Konzentration von Patentrechten bei wenigen großen Konzernen, neue Abhängigkeiten und erhebliche Nachteile für ökologisch wirtschaftende Betriebe.
Wer Proteste mit Gewalt niederschlägt, politische Gefangene einsperrt oder digitale Kontrolle zur Einschüchterung nutzt, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen: finanziell, politisch und rechtlich
Die Mehrheit kam am Ende auch mit Stimmen vom rechten Rand zustande. Dass wir diese Dynamik nicht ausreichend antizipiert haben, war ein Fehler, aus dem wir lernen müssen.
Trotz berechtigter Kritikpunkte stehe ich dem Mercosur-Abkommen deshalb positiv gegenüber und werde bei der finalen Abstimmung auch dafür stimmen. Das stand für mich nie in Frage und damit folge ich der Linie meiner Partei.
Abstimmverhalten
Mehr Rechte für Fluggäste in der EU
Rückführung von Migrant:innen ohne Aufenthaltsgenehmigung
Soja-Schnitzel erlaubt, Veggie-Hühnchen verboten: Neue Regeln für die Bezeichnung von Fleischersatzprodukten
EU-USA-Handelsabkommen
Über Hannah Neumann
Hannah Neumann schreibt über sich selbst:

“Ossi oder Wessi?” Werde ich immer noch gefragt und dann sag ich klipp und klar: Ich bin Europäerin. In Deutschland aufgewachsen, immer wieder in Frankreich gelebt und gearbeitet, verheiratet mit einem Mann aus Mecklenburg-Vorpommern, drei Kinder, geboren in Berlin. Das alles wäre ohne den europäischen Einigungsprozess nie möglich gewesen. Und dafür bin ich sehr dankbar.
Studiert und promoviert habe ich Medienwissenschaften und Friedens- und Konfliktforschung in Ilmenau, Berlin, Manila und Monrovia. Im Anschluss habe ich in Think Tanks, dem Bundestag und internationalen Organisationen gearbeitet.
Ich bin seit meiner Jugend politisch aktiv, seit 2013 bei den Grünen. Und 2019 habe ich mich getraut - und für die Europaliste kandidiert. Mit Erfolg! Seit 5 Jahren sitze ich nun im Europäischen Parlament; ein wahnsinniges Privileg, dort die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands vertreten zu dürfen.
Im Europaparlament habe ich mich dafür eingesetzt, dass wir besser über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, zum Beispiel zum Schutz der Oder. Dass wir im Verteidigungsbereich unsere Ressourcen bündeln und unsere Partner, wie die Ukraine, unterstützen. Ich kämpfe für mehr Frauen an Verhandlungstischen und in der Politik, gegen russische Desinformation und dafür, dass rechtsextreme Narrative nicht verfangen. Ich will, dass wir als Europa die kommenden Herausforderungen gemeinsam angehen, und dass alle Menschen sich hier zuhause fühlen; egal woher sie kommen, egal wie voll ihr Geldbeutel ist.




