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Hanna Naber
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Frage von Mara K. •

Wie stehen Sie zur Honorarkürzung für Psychotherapeut*innen und wie wollen und können Sie die psychotherapeutische Versorgung vor Ort unterstützen?

Sehr geehrte Frau Naber, sicherlich haben Sie mitbekommen, dass die Honorare für niedergelassene Psychotherapeut*innen 2026 um 4,5% gesenkt werden sollen.

Hier zB eine Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/kuerzung-der-honorare-fuer-psychotherapeuten-100.html

Gerade in Oldenburg ist die Situation aktuell sehr angespannt. Die Ausbildung zum/zur Psychotherapeut*in ist langwierig und teuer und die ohnehin schon niedrigen Honorare im Vergleich zu anderen Arztgruppen und im Verhältnis zu den privaten Ausbildungskosten sowie die permanent steigenden Praxiskosten (TI, PVS, Miete, Strom, Gas, Reinigung etc) machen die Niederlassung immer unattraktiver. Wir Oldenburger Behandler kommen nicht mehr hinterher, müssen immer mehr Patient*innen ablehnen und sehen das Leid und die Chronifizierung. Dies bereitet uns große Sorgen. Wie können Sie sich für uns einsetzen? Auch über einen persönlichen Austausch würde ich mich sehr freuen. Psychisch Erkrankte haben keine Lobby!

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau K.,

auch ich sehe die Senkung Honorare bei Psychotherapeutinnen und -therapeuten kritisch. Ich bin dankbar, dass sowohl die Landesbeauftrage für Patientenschutz, Dr. Nicole Sambruno Spannhoff, als auch die SPD-Landtagsfraktion diese Kritik teilen. Beide betonen, und dem würde ich mich anschließen, dass der Bedarf hoch und der Zugang zu Therapieplätzen schwierig ist. Trotz dieser Ausgangslage die Honorare senken zu wollen passt nicht zusammen und macht, wie sie richtig feststellen, die Niederlassung unattraktiver. 

Bei diesem Fall, der Honorarkürzung, ist für die Politik ein Problem, dass die Verantwortung in der gemeinsamen Selbstverwaltung auf Bundesebene, im Bewertungsausschuss, getroffen wurden. Aus grundsätzlicher Erwägung spricht viel für die Selbstverwaltung, gleichwohl ist das jetzige Signal fatal.

Aus Niedersachsen kann ich berichten, dass sich sowohl die Landesregierung als auch die SPD-Landtagsfraktion auf Bundesebene für eine Reform der Bedarfsplanungen einsetzen.  

Zudem wird in Niedersachsen bereits eine Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Versorgung angegangen. Diese zielt aktuell auf Ausbildung und Nachwuchsgewinnung, auf der einen Seite und eine bessere Planung und Koordination der Angebote, auf der anderen Seite ab.

Gerne können wir uns zu den aktuellen Strukturen und Verhältnisse in Oldenburg auch persönlich austauschen und gemeinsam überlegen, welche Akteure hierfür in ein Gespräch kommen müssen.

Kontaktieren Sie gerne mein Büro für einen Termin: https://www.hannanaber.de/wahlkreisbuero/

 

Mit freundlichen Grüßen

Hanna Naber

 

 

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