Dr. Günter Krings
CDU
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Frage von Evgn Zrjvffra an Dr. Günter Krings bezüglich Wirtschaft

# Wirtschaft 07. März. 2013 - 18:04

Sehr geehrter Herr Dr. Krings,

denken Sie das es im Interesse des deutschen Steuerzahlers ist, die Schwarzgelder der Banken in Zypern zu retten. Wie werden Sie entscheiden? Sollte man nicht die Einlagen bis 100.000 Euro schützen, und ansonsten müssen die Leute haften, welche aufgrund von Zinsgier oder Schwarzgeld ihr Geld auf diesen Banken anlegen. Ich glaube das die wenigsten Zyprioten mehr als 100.000 Euro auf dem Konto haben. Übrigens nicht nur Zyprioten, auch Deutsche, Griechen u.s.w. Falls es aber wieder Alternativlos ist, das der normale Steuerzahler haftet, haben wir ja zum Glück jetzt doch eine Alternative, die Partei ALTERNATIVE FÜR Deutschland. Ich bin für Europa, aber nicht für dieses Europa , welches zur Zeit in Brüssel aufgebaut wird. Ein Europa der Transferunion!! Und wenn wir den Euro für einen Frieden in Europa brauchen, wie Politiker uns gerne erzählen, es gibt etliche Beispiele, das eine gemeinsame Währung kein Garant für Frieden ist. Ein Garant für Frieden wäre eine gemeinsame europäische Armee, ein gemeinschaftlicher Wirtschaftsraum, und freiwillige Unterstützung wirtschaftlich schwächeren Regionen. Aber eine gemeinsame europäische Armee wäre wohl mit der Rüstungslobby nicht zu machen. Dieser uns aufgezwungen Euro, sorgt für soziale Unruhen welche sich noch drastisch verschärfen
können. Wie stimmen Sie ab, wieder Steuergeld für marode Banken in Zypern?

Mit freundlichem Gruß
R. Mewissen

Von: Evgn Zrjvffra

Antwort von Günter Krings (CDU) 14. März. 2013 - 17:09
Dauer bis zur Antwort: 6 Tage 23 Stunden

Sehr geehrte Frau Mewissen,

für Ihre Frage zu eventuellen Finanzhilfen für Zypern danke ich Ihnen und nehme gerne zu diesem Thema Stellung.

Meines Erachtens haben wir als Europäer zwar grundsätzlich die Pflicht füreinander einzustehen, die aber eben nicht grenzen- und bedingungslos ist. Die Lage in Zypern ist äußerst kompliziert und erfordert eine gut durchdachte Lösung, bei der alle Seiten in die Pflicht genommen werden müssen. Deswegen halte ich zum Beispiel auch an der Forderung meiner Fraktion fest, dass Zypernenergisch gegen die Geldwäsche im eigenen Land vorgehen muss.

Es gilt nun zu prüfen, was die Entscheidung der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in dieser Woche bringen wird. Ich erwarte, dass vernünftige Gespräche mit dem neuen zypriotischen Finanzminister über die von Nikosia beantragten Mittel beim europäischen Rettungsfonds geführt werden.

Das alles werde ich genau beobachten, um am Ende eine verantwortbare Entscheidung fällen zu können, die an dem Interesse Deutschlands und der Stabilität unserer aller Währung ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Krings