Welche politischen Maßnahmen unterstützen Sie persönlich, um queere Menschen besser vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen? Wie bewerten Sie zudem die Stellungnahme des Bundeskanzlers zu Berlin?
Angesichts zunehmender queerfeindlicher Gewalt und des Anschlags im Zusammenhang mit dem Berliner CSD mache ich mir große Sorgen um die Sicherheit und Zukunft queerer Menschen. Viele Betroffene erleben nicht nur Anfeindungen und Ausgrenzung, sondern sind auch auf Beratungsstellen, Schutzangebote und staatlich geförderte Projekte angewiesen.
Leider werden diese Projekte immer weniger unterstützt und gerade von der CDU aufgrund von Kosten eingespart. Es entsteht das Gefühl das die Queere Community nur als Kostenfaktor angesehen wird.
Werden Sie sich für die Fortführung und ausreichende Finanzierung des Aktionsplans „Queer leben“, des Jugendnetzwerks Lambda sowie für den Erhalt der Hamburger Beratungsstelle 4Be einsetzen? Falls Sie diese Angebote nicht unterstützen, welche konkreten Alternativen schlagen Sie vor, damit insbesondere junge queere und transgeschlechtliche Menschen nicht ohne Beratung, Schutz und psychologische Unterstützung bleiben?
Sehr geehrter Herr B.,
Meine Partei bekennt sich grundsätzlich dazu, nicht nur queere Personen sondern alle Menschen, die in unserem Land leben, vor Diskriminierung und Gewalt zu schützen.
In unserem Koalitionsvertrag mit der SPD haben wir festgehalten, dass alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtigt sowie diskriminierungs- und gewaltfrei leben sollen; dafür soll ein breites Bewusstsein geschaffen, sensibilisiert und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden.
Und dafür setzte ich mich ein. Ich befürworte vorbehaltlos Beratungs- und Hilfeangebote, insbesondere im Zusammenhang mit Diskriminierung, Hassgewalt und Opferhilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Franziska Hoppermann

