Warum belässt Hamburg die 8-Wochen-Grenze für bspw. Airbnb, wenn 2 Monate Kurzzeitmiete höhere Einnahmen bringen als 12 Monate Langzeitmiete? Wie stoppen Sie diesen Fehlanreiz?
Die Daten zeigen einen Systemfehler im Gesetz: Eine bsp. 2-Zimmer-Wohnung bringt bei 800 € Miete jährlich 9.600 €. Wird sie nur die erlaubten 8 Wochen für durchschnittlich 177 €/Nacht auf Airbnb vermietet, bringt das 9.912 €. Wäre auch pro Zimmer denkbar.
Daten aus Inside Airbnb (https://insideairbnb.com/berlin/)
Das bedeutet: Gleicher Gewinn in 1/6 der Zeit bei minimaler Abnutzung. Hochgerechnet entspricht das 5.310 € Monatsmiete. Die Mietpreisbremse verpufft, weil Kurzzeitmiete ungleich profitabler ist als Langzeitvermietung
Gesellschaftliche Spaltung: Selbstnutzende Eigentümer nutzen diese Touristeneinnahmen als Einnahmequelle, um mit steigenden Preisen Schritt zu halten. Normalen Mietern fehlt der Wohnraum am Markt, was die Mieten weiter hochtreibt und den Wohnungsmangel verschärft. Die 8-Wochen-Regel schützt den Wohnungsmarkt nicht, sie belohnt Zweckentfremdung.
Kurzzeitvermietungen sollten dem ØMietpreis (Mietpreis/30) folgen, um Anreize für Langzeitvermietungen zu schaffen.

