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Falko Droßmann
SPD
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Frage von Karen I. •

Sehr geehrter Herr Droßmann, wie engagieren Sie sich für die weltweite Zusammenarbeit im Umgang mit katastrophalen Risiken durch Künstliche Intelligenz? Welche Maßnahmen unterstützen Sie?

Führende KI-Firmen, besonders in den USA, wetteifern um die Entwicklung der ersten KI, die menschliche Fähigkeiten in allen Bereichen übertrifft und eigenständig handeln kann: einer Superintelligenz. Es gibt keine Gewährleistung für deren Sicherheit oder Kontrollierbarkeit. KI ist uns schon in vielen Bereichen überlegen (pauseai.info/sota). Wenn sie Fähigkeiten wie langfristiges Planen und Selbstverbesserung erlangt, wird das bedrohlich.

Aber auch ohne Superintelligenz stellen uns gefährliche KI-Anwendungen, etwa autonome Waffen, vor extreme Risiken.

Deshalb fordern immer mehr Menschen, darunter weltweit anerkannte KI-Experten wie Geoffrey Hinton, Yoshua Bengio und Stuart Russell, ein Verbot von Superintelligenz (superintelligence-statement.org) und das Festlegen Roter Linien für KI (red-lines.ai).

Mittelmächte wie Deutschland können gemeinsam gegen gefährliche KI-Entwicklungen vorgehen, selbst wenn Supermächte anfangs nicht bereit sind, zu kooperieren: https://asi-prevention.com/

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Antwort von SPD

Vielen Dank für Ihre Frage.
Die Entwicklung leistungsfähiger Künstlicher Intelligenz wirft wichtige Fragen hinsichtlich Sicherheit, Kontrolle und internationaler Regulierung auf. Die von Ihnen angesprochenen Risiken, von autonomen Waffensystemen bis hin zu möglichen zukünftigen Hochleistungs- oder Superintelligenzen, werden sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik intensiv diskutiert.
Ich unterstütze den europäischen Ansatz der KI-Regulierung. Mit der europäischen KI-Verordnung (AI Act) hat die Europäische Union weltweit einen der ersten umfassenden Rechtsrahmen für Künstliche Intelligenz geschaffen. Dabei werden KI-Systeme risikobasiert eingeordnet. Insbesondere für Hochrisiko-Systeme gelten strenge Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Bestimmte besonders gefährliche Anwendungen werden vollständig verboten.
Gerade bei einer Technologie mit globalen Auswirkungen ist internationale Zusammenarbeit unverzichtbar. Deshalb begrüße ich den Austausch zwischen Staaten, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Unternehmen, um gemeinsame Standards für die sichere Entwicklung und Nutzung von KI zu schaffen.
Die Debatten über mögliche Risiken zukünftiger KI-Systeme, einschließlich der von Ihnen genannten Szenarien einer Superintelligenz, sind mir bekannt. Auch innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion stehen wir hierzu im Austausch mit Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Fachleuten und zivilgesellschaftlichen Initiativen. Dabei geht es vorwiegend um die Frage, wie Innovation gefördert und gleichzeitig Risiken wirksam begrenzt werden können.
Für mich ist klar: Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen und darf nicht zu einer Gefahr für Demokratie, Freiheit, Sicherheit oder Menschenrechte werden. Deshalb unterstütze ich einen verantwortungsvollen, international abgestimmten und rechtsstaatlichen Umgang mit dieser Technologie.
Mit freundlichen Grüßen Falko Droßmann

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