Portrait von Fabian Gramling
Fabian Gramling
CDU
100 %
26 / 26 Fragen beantwortet
Zum Profil
Frage von Ilija C. •

Ich bin in der PV-Branche und mache mir Gedanken über die Auswirkungen der EEG-Novelle auf meinen A-Platz.Wie setzen Sie sich für verlässliche Rahmenbedingungen und die Zukunft der Solarbranche ein?

Die EEG-Novelle 2027 sieht grundlegende Änderungen bei der Förderung erneuerbarer Energien vor. Ziel der Bundesregierung ist ein stärker marktorientiertes, netzdienliches und kosteneffizienteres Fördersystem. Diskutiert werden u. a. der Wegfall der dauerhaften Förderung für neue PV-Dachanlagen unter 25 kW, geringere Vergütungen bei Netzengpässen sowie eine stärkere Ausrichtung des Ausbaus an verfügbaren Netzkapazitäten. Branchenverbände und Initiativen wie SOS EEG befürchten dadurch sinkende Investitionsanreize, einen Rückgang des PV-Ausbaus und Risiken für Unternehmen und Arbeitsplätze. Befürworter sehen hingegen geringere Systemkosten und eine effizientere Energiewende.

Quellen:

• Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Referentenentwurf EEG 2027.

• Bundesregierung: Kabinettsbeschluss EEG-Novelle und Netzpaket.

• Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE): Stellungnahme zur EEG-Novelle 2027.

https://sos-eeg.de/

Portrait von Fabian Gramling
Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr C.,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie sich mit Blick auf Ihren eigenen Arbeitsplatz Gedanken darüber machen, welche Folgen die geplanten Änderungen des EEG für die Solarbranche haben könnten. Gerade deshalb ist es wichtig, bei der Reform nicht nur die energiepolitischen Ziele, sondern auch Planungssicherheit, Investitionen und Beschäftigung im Blick zu behalten.

Die grundsätzliche Zielrichtung der Reform halte ich für richtig. Wir wollen den Ausbau der Erneuerbaren weiter voranbringen – das 80-Prozent-Ausbauziel und der Anschlussvorrang für Erneuerbare bleiben bestehen. Gleichzeitig müssen Erzeugung, Netze und Verbrauch stärker zusammengedacht werden. Ziel ist es, den Ausbau kosteneffizienter und systemdienlicher zu gestalten, mehr Markt und Eigenverantwortung zu ermöglichen und knappe Netzkapazitäten effizienter zu nutzen.

Für die Photovoltaik bedeutet der vorliegende Entwurf durchaus Veränderungen, insbesondere für neue Kleinanlagen. Zugleich hält die Bundesregierung ausdrücklich an einem kontinuierlichen Ausbau der Erneuerbaren fest und will insbesondere den Ausbau der Freiflächen-PV weiter verstärken.

Für mich ist bei der Reform entscheidend, Systemdienlichkeit und Kosteneffizienz mit verlässlichen Investitionsbedingungen zu verbinden. Die neuen Vorgaben müssen praxistauglich ausgestaltet sein und Unternehmen weiterhin eine belastbare Grundlage für Investitionen und Beschäftigung bieten.

Wichtig ist: Das parlamentarische Verfahren steht noch bevor. Die detaillierten Beratungen zu den einzelnen Regelungen haben noch nicht stattgefunden. Deshalb wäre es zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, einzelne Regelungen abschließend zu bewerten. Aktuell erreichen mich viele Zuschriften und Hinweise aus der Solarbranche und aus der betrieblichen Praxis. Diese Rückmeldungen werde ich in die anstehenden parlamentarischen Beratungen einbeziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Gramling MdB

Was möchten Sie wissen von:
Portrait von Fabian Gramling
Fabian Gramling
CDU

Weitere Fragen an Fabian Gramling