Jahrgang
1954
Wohnort
Leipzig
Berufliche Qualifikation
Dipl. Volkswirt, Geschäftsführer
Wahlkreis

Wahlkreis 154: Leipzig-Land

Wahlkreisergebnis: 21,4 %

Parlament
Bundestag 2013-2017

Die politischen Ziele von Dr. Axel Troost

Bewerbung für die Landesliste DIE LINKE. Sachsen zur Bundestagswahl 2013

DIE LINKE hat bei einer Reihe zurückliegender Wahlen nicht gut abgeschnitten. Auch bei der anstehenden Bundestagswahl werden wir nach den demoskopischen Erhebungen nicht an das tolle Ergebnis von 2009 anschließen können.
Das ist kein Grund zur Resignation, vielmehr sind Aufbruchstimmung und Realitätssinn gleichermaßen gefragt. Denn unsere neue Bundestagsfraktion, die im Herbst aus den Wahlen hervorgehen wird, steht vor einer enormen Herausforderung: wir müssen einerseits unser Profil wahren, dass wir beim Thema soziale Gerechtigkeit keine faulen Kompromisse machen und dass wir deshalb eine Steinbrück-Politik ("links blinken, rechts abbiegen") lautstark kritisieren werden. Andererseits müssen wir aber – mehr als bisher – eine Kreativwerkstatt realitätstauglicher linker Alternativen werden. Kritik allein genügt nicht. Wir müssen den Menschen auch sagen, wie wir zu einem anderen, solidarischen Gesellschaftsmodell von Umverteilung und Solidarität – in Deutschland, in Europa und weltweit – kommen können. Dazu gehört auch – und darin sehe ich besonders meine Kompetenz - diese Alternativen mit volkswirtschaftlichem Sachverstand zu unterlegen. Die Bühne des Bundestages wird dabei nur eine der "Spielstätten" des Politikbetriebes sein.
Damit LINKE-Politik wieder stärker in den gesellschaftlichen Diskurs eingespeist und dort auch verankert werden kann, werde ich die Kontakte, Vernetzungen und Erfahrungen nutzen, die ich z.B. in meiner 34-jährigen Arbeit in der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandumgruppe), in meinen 12 Jahren praktischer Arbeitsmarktpolitik in Rostock von 1990 bis 2002 und im Vorstand des Instituts Solidarische Moderne (ISM) gesammelt haben. Als Mitglied bei ver.di und attac sowie im parlamentarischen Koordinierungskreis der Kampagne "Steuer gegen Armut" für die Einführung der Finanztransaktionssteuer stehen für mich die Übersetzung und Einspeisung unserer Alternativen in praktische Politik innerhalb und außerhalb des Berliner Parlamentsbetriebes gleichwertig nebeneinander.
In der nächsten Legislatur möchte ich die LINKE u.a. in der sog. Föderalismuskommission III vertreten, wo die Finanzen zwischen Bund und Ländern und der Länderfinanzausgleich neu geregelt werden sollen. Außerdem will ich in sehr guter Zusammenarbeit mit Barbara Höll die Steuer- und Finanzpolitik der LINKEN weiterentwickeln. Neben der Euro-Krise liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Bereich der Kommunalfinanzen.
(Rück)-Umverteilung darf nicht nur eindimensional auf die Abschöpfung von Reichtum beschränkt werden. Umverteilung zugunsten breiterer Bevölkerungsschichten geht also über eine andere Steuerpolitik hinaus und umfasst ebenso die Lohn- und Einkommenspolitik, die Arbeitszeit- und Arbeitsmarktpolitik, die Bildungspolitik, die Gesundheits- und Rentenpolitik, Rüstungspolitik, Europa- und Außenhandelspolitik, Umweltpolitik und viele andere Bereiche.
Um zu beleuchten, was das bedeutet, verweise ich auf die dringlichsten acht Punkte eines alternativen Wirtschaftskonzepts, die diese Komplexität abbilden:
1. Gesetzlicher Mindestlohn und mindestens verteilungsneutrale Einkommenspolitik
2. Gute Arbeit – Gutes Leben: Prekäre Arbeitsverhältnisse abschaffen
3. Steuerliche UmFairTeilung und Zukunftsprogramm mit einem entschiedenen sozial-ökologischen Umbau (Plan B) einschließlich einem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor
4. Arbeitszeitverkürzung
5. Armutsfeste Grundsicherung
6. Re-Regulierung des Banken- und Finanzmarktsystems
7. Erhalt und Rekommunalisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge und entschiedene, aber realistische Schritte in Richtung Wirtschaftsdemokratie
8. Schritte hin zu einer neuen Weltwirtschaftsordnung
Um diese Vernetzung sowie die Übersetzung und Einspeisung linker Alternativpolitik in weite Bereiche von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft fortzusetzen und zu vertiefen, bitte ich um Euer Vertrauen bei der Kandidatur für die Landesliste zur Bundestagswahl.

Über Dr. Axel Troost

Biografie

  • Geboren am 1. September 1954 in Hagen/Westfalen, verheiratet, 2 Kinder
  • Studium der Volkswirtschaftslehre in Marburg. Promotion zum Themenbereich "Staatsverschuldung und Kreditinstitute".
  • Seit 1981 teilzeitbeschäftigter, jetzt ehrenamtlicher Geschäftsführer der "Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik" (Memorandumgruppe). Seit 1984 geschäftsführender Gesellschafter der PIW Progress-Institut für Wirtschaftsforschung GmbH, Bremen/Teltow. Von 1990 bis 2001 Geschäftsführer der "Büro für Strukturforschung Rostock gGmbH" (BÜSTRO), Rostock.
  • Langjähriges Mitglied u.a. bei ver.di, ATTAC, Bund demokratischer WissenschaftlerInnen und Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V.
  • Seit Juni 2010 Mitglied des Vorstandes des Institutes Solidarische Moderne.
  • Von 2005 bis 2007 Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes der Partei "Arbeit und soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative".
  • Seit Juni 2007 Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE, seit Juni 2012 stellvertretender Parteivorsitzender.
  • Finanzpolitischer Sprecher und einer der Parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Mitglied im Unterausschuss Kommunales und Mitglied im Finanzausschuss sowie im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Alle Fragen in der Übersicht
# Tourismus 13Sep2013

Sehr geehrter Herr Dr. Troost,

Sowohl im Norden, wie im Süden von Leipziger, sind umfangreiche Bergbaufolgelandschaften, zu großen...

Von: Zngguvnf Znybx

Antwort von Dr. Axel Troost
DIE LINKE

(...) Wir sind sehr wohl der Auffassung, dass den Binnenwasserstraßen mehr Bedeutung zukommen muss, wenn wir die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen wollen. Damit sind allerdings die großen Binnenwasserstraßen gemeint, die schon heute für die Binnenschifffahrt bedeutsam sind. (...)

# Finanzen 30Aug2013

Lieber Herr Troost,

wie stehen Sie zum Geldschöpfungsprivileg der Geschäftsbanken? Ich fand es sehr
gut, dass die Linke im Bundestag...

Von: Unaf Erfpu

Antwort von Dr. Axel Troost
DIE LINKE

(...) Wie Sie wissen, hat DIE LINKE unser Finanzsystem von Anfang an scharf kritisiert. Wir stehen Reformvorschlägen deswegen sehr offen gegenüber - auch (oder gerade wenn) sich diese nicht über Nacht realisieren lassen. (...)

# Wirtschaft 30Aug2013

Sehr geehrter Herr Dr. Troost,

im Check der Kandidaten gibt es viele Antworten, bei denen wir Übereinstimmung haben, doch diese Frage: "...

Von: Senax Fpuarvqre

Antwort von Dr. Axel Troost
DIE LINKE

(...) Zuletzt halte ich eine Zuwanderungspolitik - ebenso wie eine Außenpolitik, die sich stark oder ausschließlich an den eigenen Interessen orientiert, für grundsätzlich falsch. Die neoliberale Ideologie, wenn jeder nur nach seinen eigenen Interesse handele würde ein optimales Ergebnis erzielt, führt zu immer größeren humanitären Katastrophen auf der Welt. (...)

Was werden Sie tun, um den Internetausbau im ländlichen Raum vorranzutreiben. Finden Sie es zeitgemäß/angemessen, dass in 2013 20 Km außerhalb...

Von: Jreal Gbovnf

Antwort von Dr. Axel Troost
DIE LINKE

(...) Sie haben natürlich vollkommen recht, dass der Stand der Internet-Infrastruktur im ländlichen Raum völlig unzureichend und politisch nicht akzeptabel ist. (...) eine Folge der Privatisierung des Telekommunikationsmarktes ohne hinreichende Verpflichtung der Konzerne, auch die für die Konzerne weniger lukrativen Regionan außerhalb von Ballungsgebieten gleichberechtigt zu versorgen. (...)

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Kunde Aktivität Datum/Zeitspanne Einkommensstufe Gesamteinkünfte
PIW Progress-Institut für Wirtschaftsforschung GmbH "Bremen" Geschäftsführer Themen: Wissenschaft, Forschung und Technologie 22.10.2013–24.10.2017
Dau wat e.V. "Rostock" Mitglied des Beirates Themen: Soziale Sicherung 22.10.2013–24.10.2017
Institut Solidarische Moderne e.V. "Berlin" Mitglied des Vorstandes Themen: Politisches Leben, Parteien 22.10.2013–24.10.2017
PIW Progress-Institut für Wirtschaftsforschung GmbH "Bremen" Themen: Wissenschaft, Forschung und Technologie 22.10.2013–24.10.2017

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