Warum sollen freiwillig rentenversicherte Selbständige von der Aktivrente ausgeschlossen werden, obwohl sie doch auch Beiträge gezahlt haben.
Ich bin Rentner (Jahrgang 1958) mit gesetzlicher Altersrente und übe weite eine selbstständige Nebentätigkeit aus. Ich habe bis zum letztmöglichen Tag meine (freiwilligen) Rentenbeiträge gezahlt.
Unter dem Entwurf der „Aktivrente“ steht, dass nur Einkünfte aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bis zu 2.000 €/Monat steuerlich begünstigt werden sollen. Ich kann diese Schlechterstellung meiner Einkünfte nicht nachvollziehen, da ich bis zum letzten Tag meines Arbeitslebens Rentenbeiträge gezahlt habe und für meine selbständige Nebentätigkeit den vollen gesetzlichen Krankenkassenbeitrag zahle. Es gibt also keinen sachlichen Grund, warum ich als freiwillig Rentenversicherter nicht in den Genuss der Steuerfreiheit kommen soll. Zumal ich doch genau das freiwillig getan habe, was die Politik von den Selbständigen immer gefordert hat, nämlich in die gesetzliche Rente einzuzahlen.
Sehr geehrter Herr L.,
vielen Dank für Ihre Zuschrift, ich kann Ihren Unmut zur Aktivrente vollkommen nachvollziehen. Wir haben uns als Linke immer eindeutig gegen die Aktivrente und ihre Benachteiligungen v.a. von Selbständigen positioniert und werden uns auch weiter entschieden dafür einsetzen, dass es hier zu einer fairen Gleichbehandlung kommt. Einen Presseartikel zu dieser Position, die ich zusammen mit meiner Fraktionskollegin Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion, in der Rentendebatte vertreten habe, finden Sie hier: https://www.fr.de/wirtschaft/massive-ungleichheit-bei-aktivrente-diese-gruppe-geht-leer-aus-zr-94093812.html.
Wir stehen weiter verlässlich an der Seite der jetzigen und künftigen Rentner:innen und kämpfen für höhere Renten: für eine Erhöhung des Rentenniveaus auf 53 Prozent. Für eine Solidarische Mindestrente von 1.400 Euro. Für eine Rente, in die alle einzahlen: auch Selbstständige, Beamtinnen und Beamte sowie selbstverständlich Abgeordnete.
Mit besten Grüßen
Doris Achelwilm

