Mit welchem nachgelagerten Prozess stellte der Landtag von Baden-Württemberg sicher soetwas passiert nie wieder?
Expo-Pavillon: „U-Ausschuss ist seiner Arbeit in vollem Umfang nachgekommen“
Tatsächlich müssten die Steuerzahler aber 15 Millionen Euro übernehmen
Vielen Dank für Ihre Frage zur Finanzierung des baden-württembergischen Pavillons auf der Expo 2020 in Dubai. Das Thema wurde intensiv untersucht, und ich möchte die Schritte erläutern, die unternommen wurden, um ähnliche Situationen in der Zukunft zu vermeiden. Im Rechtsstreit um die Expo-Finanzierung hat das Land vor dem Landgericht Stuttgart eine Niederlage erlitten, da die Klage auf Schadenersatz abgewiesen wurde. Das Land Baden-Württemberg hatte gehofft, dass die Partner des Projekts, nämlich die Ingenieurkammer, Fraunhofer und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM), verpflichtet würden, sämtliche entstandenen und künftig entstehenden Kosten zu übernehmen. Ursprünglich war das Expo-Projekt als Initiative „aus der Wirtschaft für die Wirtschaft“ konzipiert und sollte mit Sponsorengeldern finanziert werden, wobei das Land nur 2,8 Millionen Euro für die Ausstellung beisteuern wollte. Letztlich übernahm das Land jedoch den Großteil der Kosten in Höhe von etwa 15 Millionen Euro. Der Anspruch der Grünen besteht darin, sicherzustellen, dass Verträge so gestaltet sind, dass solche finanziellen Missstände vermieden werden. Die Abwicklung der Finanzierung und die Rolle des Wirtschaftsministeriums waren Gegenstand eines Untersuchungsausschusses im Landtag. Wir erwarten weiterhin von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, dass sie die offenen Punkte klärt und weitere Aufklärung betreibt. Um künftig solche Probleme zu vermeiden, setzten wir uns für eine präzisere Vertragsgestaltung und strengere Überwachung von Projekten ein. Dies soll gewährleisten, dass finanzielle Verpflichtungen im Rahmen bleiben und die Steuerzahler nicht übermäßig belastet werden.


