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Christos Pantazis
SPD
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Frage von Katia R. •

Was halten Sie davon, zunächst die Budgetierung von Psychotherapie zu beschließen und dann über eine Strukturreform nachzudenken?

Wie Sie wissen, geht jeder neue Sitz, der geschaffen wird und jede Honorarerhöhung auf das einmal geschaffene Budget der Psychotherapeuten, sofern die Regierung Ihre Pläne umsetzt. Sehr zynisch wäre es für uns alle, wenn Sie den Anstieg des EGVs begrenzen und dann - quasi gönnerhaft - solche Maßnahmen beschließen. Halten Sie das für sozial gerecht?

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau R.,

ich kann gut nachvollziehen, warum Sie diese Entwicklung kritisch sehen. Wenn kurzfristige Konsolidierungsmaßnahmen dazu führen würden, notwendige Verbesserungen der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung dauerhaft zu erschweren, wäre das aus meiner Sicht problematisch.

Die gesetzliche Krankenversicherung steht derzeit vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Deshalb müssen wir Maßnahmen ergreifen, um die Beitragsentwicklung zu stabilisieren. Gleichzeitig dürfen diese Maßnahmen nicht dazu führen, dass die Versorgung psychisch erkrankter Menschen verschlechtert oder notwendige Weiterentwicklungen der Versorgung ausgebremst werden.Gerade deshalb haben die parlamentarischen Beratungen bereits zu Änderungen geführt, die auf eine sachgerechtere Ausgestaltung der Regelungen abzielen. Dazu gehören unter anderem Erleichterungen beim Konsiliarverfahren sowie Anpassungen der Vergütungsregelungen, mit denen sichergestellt werden soll, dass die einer Fachgruppe zugeordneten Mittel auch dieser Fachgruppe zugutekommen und psychotherapeutische Praxen nicht durch Nachzahlungspflichten belastet werden.

Die von Ihnen angesprochene Frage der sozialen Gerechtigkeit nehme ich ernst. Aus meiner Sicht müssen finanzielle Stabilisierung und strukturelle Weiterentwicklungen Hand in Hand gehen. Mein Ziel bleibt, die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu stabilisieren, ohne die Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu verschlechtern oder einzelne Versorgungsbereiche unverhältnismäßig zu belasten. Die zahlreichen Rückmeldungen aus der psychotherapeutischen Praxis fließen deshalb auch weiterhin in die parlamentarischen Beratungen ein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christos Pantazis

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